Die solare Koalition

Blüte der interplanetaren Zivilisation, Isolation der Erde und erster Aufbruch

Gegen Ende des Jahrhunderts hat sich ein kleiner Teil der Menschheit im interplanetaren Raum etabliert. Es gibt mehrere Zusammenschlüsse der Raumkolonien, die vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht konkurrieren. Auf der Erde werden die meisten Staaten von Neosozialistischen Regierungen geführt und auch der Weltrat ist in der Hand der Neosozialisten. Der Vertrag von Vegas und der fast zeitgleiche Separationsbeschluss der Erde kündigen eine etwa 150 Jahre dauernde Epoche an, in der sich die Geschichte im wesentlichen im interplanetaren Raum des Sol-Systems abspielt, während die Erde stagniert. Die Erde isoliert sich zunehmend von den interplanetaren Aktivitäten. Auf der Erde selbst werden trotz mäßigendem Einfluss des Weltrats immer wieder auch bewaffnete Konflikte zwischen Bundesstaaten ausgetragen.
2273 Unter Führung der vereinigten Mars Kolonien bildet sich der Bund von Tara.
2274 Selbstreparierende und -kopierende Wartungseinrichtungen haben einen 13 km großen Asteroiden für Ressourcen ausgehöhlt und vollständig durch Anlagen bedeckt. Die Anlagen werden abgeschaltet.
2275 Vertrag von Vegas/Luna. Gründung der United Planets Organisation. Mitglieder sind die palladische Liga und viele freie Raumkolonien.
2275 Erste Versuche der Raummodulation als Vorstufe zur überlichtschnellen Raumfahrt durch das Raumkrümmerprinzip.
2278 Aufhebung des Privatbesitzes von Himmelskörpern über 20 km Durchmesser.
2280 Konflikte zwischen Europa und Nordafrika. Konzentrierte Angriffe auf europäische Wohngebiete. Vermittlungsversuche des Weltrates scheitern. 2284 durch Eintritt Arabiens auf Seiten Europas Ausweitung zum 1. Mittelmeerkrieg. 2286 Zerstörung Jerusalems. 2287 Ende des Krieges. Teilung Europas.
2281 Entwicklung des Gedankenabstraktums (Mind State Abstract) als interaktive Nachricht. Das Abstraktum wird vor allem zur Kommunikation im Sonnensystem eingesetzt, wo die Lichtgeschwindigkeit Dialoge verhindert.
Das Gedankenabstraktums ist eigentlich ein unvollständiger Abzug des Bewusstseins. Es ist nicht geeignet als Grundlage für eine KI. Im Gegensatz zum Upload-Prozess, wird das Abstraktum aber nicht-destruktiv hergestellt. Es dient als Verhaltensschablone für eine KI-Simulation. Da das Gedankenabstraktum Meinungen und Verhaltensweisen des Originals enthält, kann es einen interaktiven Gesprächspartner darstellen, der so wie das Original reagiert und argumentiert, ohne selbst Bewusstsein zu empfinden. Es dauert 30 Jahre, bis die komplexe Technologie kommerziell eingesetzt werden kann. Um das Jahr 2310 kann man ein Gedankenabstraktum etwa zum Preis eines persönlichen Besuchs versenden. Allerdings reist das Abstraktum als Datenpaket viel schneller, mit Lichtgeschwindigkeit. Die Empfangsseite braucht eine KI-Simulation, die das Abstraktums interpretiert und interpoliert. Die Interaktion des Abstraktums mit dem Empfänger wird typischerweise als Slink zurück geschickt. Das Gedankenabstraktum ist nur ein interaktiver Gesprächspartner. Es hat keine Eigeninitiative wie Menschen und bewusste KI. Aber es spart zeitraubende Reisen in Fällen wo Interaktion und Diskussion zwischen weit entfernten Gesprächspartnern notwendig ist.
2282 Gründung der japanischen Republik Mars.
2284 Separationsbeschluss des Weltrates unter der Führung der Neosozialistin Perres. 2289 Austritt der Erde aus der UPO.
2287 In der Raumkolonie Koti (Marsfolger) wird ein überlichtschnelles Funkgerät entwickelt.
Überlichtschnell messbare Streueffekte der Raummodulationen werden zur Informationsübertragung verwendet. Die Messung der Raummodulation ist anfangs räumlich und zeitlich sehr ungenau und erlaubt nur geringe Datenraten. Die Kapazität der ersten, ab 2305 hergestellten Serie stationärer Send- und Empfangseinrichtungen beträgt nur 0,1 bit/s.
2290 Die mobile Raumkolonie Esperanza verlässt das Sonnensystem mit einer Endgeschwindigkeit von 4.000 km/s.
Die Esperanza startete unter großer Medienbeteiligung. Man geht davon aus, dass mindestens 80 % der Gesamtkosten über Medienrechte und Merchandising finanziert wurden. Esperanza reist mit 1,3 % c und soll Barnard's Stern 450 Jahre später erreichen. Die Raumkolonie meldet sich regelmäßig über 3 Jahre bis in einer Entfernung von 15 Lichttagen. Das Medieninteresse nimmt schnell ab und wird 2293 nach 3 Jahren durch die irdische Regierung stark eingeschränkt. Obwohl Position und Vektor genau bekannt sind, wird die Raumstation später im Zeitalter der überlichtschnellen Raumfahrt nicht wieder gefunden. Vermutungen, dass die Esperanza als Medienereignis inszeniert war und nie als echtes Auswanderungsschiff gedacht war, liegen nahe. Angesichts der bekannten ersten Erfolge bei der Raummodulation erscheint es auch unwahrscheinlich, dass sich Kolonisten tatsächlich auf die weite und beschwerliche Reise begeben hätten.
2291 Ausschluss der Asteroidenbasis Newplace aus der Palladischen Liga nach einerm Urteil des UPO-Gerichtshofes wegen illegaler Replikationsforschung.
2293 Gerüchte über die Entwicklung überlichtschneller Raumfahrt führen zu Ausschreitungen von Expansionisten und bürgerkriegsähnlichen Zuständen. 2294 Einschränkung der Expansionistenbewegung per Gesetz. Dritte große Auswanderungswelle zu den interplanetaren Kolonien.
2295 Markteinführung der Eosix-Genvorlage, einer weiterentwickelten Version der beliebten BRAIN Gen-Modifikation. Eosix integriert die kognitiven Fähigkeiten von BRAIN, vor allem schnelle Auffassungsgabe und frühere geistige Reife, mit den Schlaf-reduzierenden Eigenschaften von Eos6.
Eosix, Eos-IX: von Eos, der Göttin der Morgenröte und IX, röm. 9 (für Eos Version 9), nicht zu verwechseln mit Eos6 (Eos Version 6). Die Eos-Vorlagen reduzieren die Schlaf-Zeiten deutlich. Sie sind seit 80 Jahren verfügbar, hatten anfangs (bis Version 4) aber Nebenwirkungen, die medikamentös kompensiert wurden.
Menschen mit Eos-Genen kommen langfristig mit nur 3 h Schlaf aus (ab Eos6). Eos setzt dafür an vielen Stellen an. Einige Mechanismen, die bei Basis-Genen vor allem im Schlaf ablaufen, werden auch zu Wachzeiten aktiv. Dazu gehören Muskelwachstum bzw. Reparatur und enzymatische Reinigung von Neuronen. Ganz neu ist die Ausbildung des Infrakortex im Gehirn, der durch eine Vorverarbeitung die Reorganisation von Information im Gehirn beschleunigt und zusätzlich die Assoziationsfähigkeit im Wachzustand anhebt.
Ein bewährter Genkomplex aus der Alpha-Serie organisiert eine generelle Entlastung des Blutkreislaufs durch niedrigere Herzfrequenz und Blutdruck auch zu Wachzeiten, ein anderer die beschleunigte Regeneration des Kreislaufs im Schlaf. Eos6 ist sehr ausgereift und wird als nebenwirkungsfrei empfunden.
Die Wechselwirkungen von Eos und BRAIN im kognitiven Bereich erschwerten lange eine Kombination beider Modifikationssets. Mit der nun gelungenen Synthese von Eos und BRAIN ist eine Genvorlage verfügbar, die Lernen beschleunigt, den IQ moderat anhebt und gleichzeitig lebenslang den Schlafbedarf reduziert. Alles auf genetischer Basis ohne zusätzliche Medikation.
Das ist die ideale Grundlage für das Leben im 24. Jahrhundert. Moderne Menschen lernen früher und wesentlich mehr als 300 Jahre zuvor. Sie sind mit 14 erwachsen und wählen ihre Berufe. Bei den üblichen 21 Wachstunden pro Tag bleibt, neben einer Duoyang-geprägten Arbeitswelt, noch genügend Zeit für Familie und Freizeit.
2298 Bis 2306 Handelskrieg der Palladischen Liga gegen den Bund von Tara. Wirtschaftliche Blüte des Mars. Verfall der Liga.
2301 Beginn der Jupiter-Swing-By Gebühren. Auslöser der Swing-By Krise, die die Dominanz Muweisans begründet.
Das Muweisan (Ganymed) Direktorat erklärt das Gravitationsfeld von Jupiter zur strategischen Ressource. Ab 2303 verlangt das Direktorat Gebühren für das Swing-By Manöver an Jupiter. Die Forderung wird mit militärischen Mitteln durchgesetzt. Andere Mächte des Jupitersystems widersetzen sich. Es kommt 2304 zu mehreren bewaffneten Zwischenfällen. Einige Frachter versuchen die Blockade mit Unterstützung der Konkurrenten Muweisans zu durchbrechen. 2306 Angriff auf die Flottenstützpunkte Muweisans angeführt durch die Negin-Föderation. Gegenschlag Muweisans. Der Krieg dauert sechs Monate. Vernichtung mehrerer Habitate mit allen Bewohnern und Flüchtlingen (23.000 Tote, davon 13.000 permanent). Kapitulation der Negin-Föderation und ihrer Verbündeten beim Gunlod-Habitat. Das Muweisan Direktorat entscheidet den Konflikt für sich dank der überlegenen (andere sagen: rücksichtslosen) Taktik von Lee Yin. Beginn der 120-jährigen Dominanz im inneren Jupitersystem durch das Muweisan Direktorat. 2314 wird Lee durch einen Putsch zur Präsidentin von Muweisan.
2302 Umwandlung der UPO in die solare Koalition. Hauptsitz der Koalition ist der Mars.
2303 Putsch der Raumhändler in Santiago und Cordoba. Kompromiss von Lima. Teilweise Wiederöffnung der südamerikanischen Raumhäfen.
2305 Die Onong-Medaille der Numerik wird verliehen an Ghaassedak Jelveh für die Reduzierung des Bui-Attraktors im Falle bilateraler Optimierung mit unscharfen Randbedingungen. Ab 2299 werden viele Verhandlungen durch den daraus abgeleiteten Jelveh-Generator abgekürzt. Anfangs vor allem mikroökonomische Preis/Lieferantenverhandlungen, später auch in der politischen Domäne.
Das Jelveh-Theorem liefert Lösungen für den chaotischen Bui-Attraktor (nach Bui Lam: Wirtschaftsnobelpreis 2113 für seine grundlegenden Beiträge zur Spieltheorie und der symbolischen Metrik). Die praktische Umsetzung des Jelveh-Theorems ermöglicht die Berechnung eines optimalen Verhandlungsergebnisses auch unter nicht-quantifizierbaren Randbedingungen. Die dabei eingesetzte Software, der sog. Jelveh-Generator, verwendet G(iant)-Data Verfahren und Cymbolik, chaotische symbolische Mathematik (Yang 2215). Die Onong-Medaille (offizieller Name: International Commendation for Outstanding Numerical Solutions) wird alle zehn Jahre für die drei wichtigsten algorithmischen Lösungen der vorangegangenen Dekade vergeben. Sie wurde gestiftet von Gegda Onong, Unternehmerin und Autorin des Bestsellers "The Relevant Organisation". Trivia: eine Bedingung für die Verleihung des Preises ist, dass der/die Preisträger in ihrer Preisrede die Formulierung "Theory is nice, but…" verwenden müssen.
2306 2. Mittelmeerkrieg. Eine Ausweitung auf die 2 Blöcke wird verhindert. Friedensvertrag von Rom.
2308 Friedenskonvention der Koalition. Ächtung aller bewaffneten Konflikte.
2309 Nach einem Aufstand auf Vesta Prime Exodus der Aufständischen zu 3 Vesta-Trabanten. 2311 Ausrufung der Vesta Domäne.
2312 In einer Umlaufbahn um die Sonne im interplanetaren Raum zwischen Venus und Erde wird ein altes verlassenes außerirdisches Raumschiff entdeckt.
Das Raumschiff wird von einer selbständigen Prospektorin (Katana Aiko Io) entdeckt. Es ist 90 m groß und, wie spätere Untersuchungen ergaben, mit einem ÜL Triebwerk ausgestattet. Die Presse verkürzte den Namen der Entdeckerin auf Kaio. Das Raumschiff wurde bekannt unter dem Namen Kaio Schiff.
Die Entdeckung eines fremden Raumschiffes 2312 gilt allgemein als der Beginn des kosmischen Zeitalters der Menschheit. Trotzdem gab es noch für längere Zeit keine wesentlichen Veränderungen im Sol-System. Der Alltag der Einwohner der Kolonien und der freien Stationen wurde nicht beeinflusst. Die Erdbevölkerung nahm sogar kaum Notiz von der Entdeckung, was einer Informationssperre der neosozialistischen Regierungen der Erde zu verdanken war.
Dafür beeinflusste die Erforschung des fremden Raumschiffes umso mehr die Wissenschaften. Ein großer Stab von Informatikern, Kryptologen, Xenologen, Physikern und Technikern brauchte 30 Jahre, um die Funktion des Informationssystems zu entschlüsseln. Dann standen ihnen Teile des Speichers offen. Auf diese Weise erfuhr die Menschheit vor ihrem eigenen Aufbruch schon vieles über die nähere interstellare Umgebung Sols. Noch bedeutungsvoller war die Erforschung des fremden Überlichtantriebs, die den Wissenschaften Hinweise gab, die zu einem besseren Verständnis der Raummodulation und schließlich zur Entwicklung eines eigenen Überlichtantriebs führten.
Die Entdeckung des Raumschiffes kam genau zur richtigen Zeit. Die Menschheit hatte schon 37 Jahre zuvor erste erfolgreiche Raummodulationsversuche unternommen. Schon vor der Entdeckung des fremden Raumschiffes gelang die Anmessung der Effekte der Raummodulation, was zu einem einfachen überlichtschnellen Empfangsgerät geführt hatte. Die Modulationstechnik war experimentell so weit verstanden, dass die untersuchenden Wissenschaftler die Funktionsweise der Anlagen einordnen konnten. Die theoretischen Wissenschaften hinkten den Versuchen aber noch weit hinterher und waren in eine Sackgasse geraten. Die Hinweise, die sich aus der Analyse des ÜL-Antriebs und der Archive des fremden Raumschiffes ergaben, stimulierten die Entwicklung der Theorie und beschleunigte die Entwicklung des raumversetzenden Effekts wesentlich. Untersuchungen anderer Rassen zeigten, dass die Entwicklung der Theorie des ÜL-Antriebs und die Konstruktion des Geräts meistens wesentlich mehr Zeit erforderten. Andere Rassen, die nicht das Glück hatten, entsprechende Hinweise zu bekommen, brauchten für die Entwicklung des ÜL-Antriebs im Schnitt 250 Jahre (+/- 80) ab den ersten Raummodulationsversuchen. Die Menschen brauchten dank der Hinweise von den ersten Modulationsversuchen bis zur gelungenen Rauminterferenz mit Materietransport nur 82 Jahre. Die Menschen übersprangen deshalb die Phase der unterlichtschnellen Kolonialisierung mit 10-30% c, die von den meisten Völkern durchlaufen wird.
Nach nur 20 Jahren waren die physikalischen Grundlagen der Informationstechnik erarbeitet und Interfaces geschaffen worden. Das Schiff war im Vergleich zur bekannten Technik auf hohem technischen Stand. Die verwendete Technik war aber trotzdem in greifbarer Nähe (man schätzte einen Vorsprung von nur 300 Jahren), sodass die Untersuchungen relativ schnell erfolgreich waren und der solaren Wissenschaft wichtige Impulse geben konnten. Auch dies ein Glücksfall, denn die physikalischen Grundlagen waren ähnlich der solaren Technik und damit immerhin analysierbar.
Die Neosozialisten, die zum letzten Mal versuchten, die Expansion der Menschheit aufzuhalten, hatten ebenso wenig Erfolg, wie die wenigen Warner, die eine koordinierte und kontrollierte Erforschung der Sterne forderten.
Der erste Aufbruch in der Mitte des Jahrhunderts verlief noch sehr schleppend und nur wenige Menschen reisten damals zu den Sternen, denn die Raumschiffe waren noch sehr langsam und die Reise beschwerlich. Schließlich waren Fernraumschiffe nicht rentabel genug, sodass die Flüge zu den Sternen eingestellt wurden.
Erst nach der Öffnung der Erde begannen interstellare Aktivitäten in einem Ausmaß, dass sie das Leben jedes Menschen beeinflussten, teils direkt, teilweise indirekt durch Technologie, Handelsgüter und den damit verbundenen anhaltenden Wirtschaftsaufschwung, der das Sol-System schließlich erfasste.
2315 Ein Raketenangriff zerstört 30 % des fremden Raumschiffs, darunter die Normalraumtriebwerke.
2318 Bildung der Weltunion mit starker Zentralregierung auf der Erde.
2321 Selbstgewählte Isolation der Erde. Extremer Neosozialismus: Aufgabe vieler orbitaler Fabriken, Einschränkung der Raketentransporte, Bau der interkontinentalen Vakuumbahnen, Verfolgung von Expansionisten.
2322 Aufnahme der expansionistischen Propagandasendungen an die Erdbevölkerung durch außerirdische Sender.
2326 Schwächung der irdischen Zentralregierung durch die Kirchhoff-Gesetze.
2326 Warnung an die solare Koalition vor Einmischung auf der Erde. Nach weiteren Propagandasendungen des Mars schließlich Ultimatum der Erde an die Koalition. Kriegserklärung an die Koalition. Die Zerstörung eines Handelsshuttles in Montevideo bleibt die einzige bewaffnete Handlung des Krieges.
2328 Rücknahme der Kriegserklärung. Ende der Propagandasendungen.
2330 Konferenz von Quadrupol. Einvernehmen über Politikänderung der Koalition. Akzeptierung der irdischen Isolation und Konzentration auf die Entwicklung der interplanetaren Gesellschaft.
2333 Die Entwicklung des Konvertertriebwerks verkürzt die Reisezeiten auf ein Viertel. Damit rückt das Jupitersystem mit 2-3 Wochen Flugzeit vom Mars (Opposition) in die Reichweite für kommerzielle Unternehmungen.
Das Konvertertriebwerk wird neben energetischen Hohlleitern zum sogenannten zweiten Standbein der interstellaren Raumfahrt. Erst fortgeschrittene Konvertertriebwerke sind in der Lage, durch ihre Leistung die Relativgeschwindigkeiten bei interstellaren Entfernungen zu kompensieren. Darüber hinaus ist die Technik der Raummodulation auf die energiereichen fraktalen Verzerrungswirkungen von Konverterbeschleunigern angewiesen.
2335 Übertragung der Verantwortung für die Außenbeziehungen an die Koalition.
Die UPO war ursprünglich als Dachorganisation souveräner Staaten gegründet worden. Nach dem Austritt der Erde und der sich verschärfenden Konfrontation mit deren sozialistischer Regierung rückt die interplanetare Zivilisation enger zusammen. Anfangs treten die solaren Staaten nur die Verwaltung der (theoretischen) Außenbeziehungen ab. Die Koalition achtet die Souveränitätsinteressen der Mitglieder und nimmt nur geringen, mäßigenden Einfluss. Sie bietet dadurch eine geringe Angriffsfläche für Gegenbewegungen, während Ihre Aufgaben sehr langsam aber beständig wachsen. Erst 100 Jahre später, als der Konflikt mit der Erde erneut gewaltsam ausbricht, kommt die Außenverantwortung zur Wirkung. Die Verteidigungsanstrengungen werden durch die Koalition gebündelt. Nach dem erfolgreichen Ausgang übernimmt die Koalition die Führungsrolle und wird mit der dann sehr wichtigen Aussen- und Verteidigungsverantwortung zur Staatsmacht im Solsystem.
2336 Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten wird die Coenen-Station (Jupiterorbit) in eine Asylkolonie umgewandelt.
Coenen bot Emigranten anderer Staaten Asyl als Serviceleistung, die meistens von den Absenderstaaten finanziert wurde. Coenen und andere Nachahmer nahmen im Lauf der nächsten 100 Jahre 3 Mio. Exilanten auf. Die mittlere Lebenserwartung der Exilanten sank später auf 3 Monate. Damit kam Exil um 2390 fast einem Todesurteil gleich.
2337 Übernahme der wiederaufgebauten L5 Gemini-Kolonie durch Kopernikus. Austritt von Gemini aus der Palladischen Liga.
Die Palladische Liga war die erste Organisation unabhängiger Habitate gewesen. Aufgrund der Verhältnisse zu ihrer Gründungszeit war sie stark an der Erde orientiert und hatte auch einen Sitz im Weltrat. Die Palladische Liga war auch ideologisch geprägt von der Erde. Als interplanetare Organisation befand sie sich damit in Konkurrenz zum expansionistischen Bund von Tara. Mitte des 24. Jahrhunderts verlagerte sich der Schwerpunkt der interplanetaren Ordnung zu Mars und Ceres. Die Mitglieder der Liga gerieten in wirtschaftliche Schwierigkeiten und einige begaben sich, wie Gemini, in fremde Abhängigkeit.
2338 Mehrere automatische Tankstationen im Asteroidengürtel unter KI-Steuerung bauen selbständig Filialen auf anderen Asteroiden. Durch die Ligaflotte unterbunden. Dabei aktive Gegenwehr der Anlagen.
Manche KI können fliehen und verwenden dabei sehr weitentwickelte Infiltrationstechniken. Einige werden nie aufgespürt.
2340 Aufgabe der induzierten Raummodulation zugunsten der dispersiven Modulation mittels vektorisierter Konverterüberladung.
Die Neuausrichtung war ein Ergebnis der Untersuchungen des Kaio Schiffes.
2343 Erstmalige Austragung der solaren 0G-Spiele.
Im Laufe der 200 jährigen Besiedlung des Sonnensystems hatten sich unzählige verschiedene Sportarten unter Nullschwerkraft entwickelt. Die anfängliche Zersplitterung der solaren Zivilisation aufgrund der langen Reisezeiten führte zu oft stark unterschiedlichen Regeln, obwohl sich die Gundprinzipien ähnelten. Mit den Meisterschaften der Null-G Spiele bildeten sich die Null-G Sportarten heraus, die für die nächsten 400 Jahre dominieren sollten. Die Spiele wurden im Rhythmus der Ceres-Mars Opposition wiederholt. Austragungsort war anfangs Phobos (7 mal), dann abwechselnd Phobos-Ceres-Nagora (3 Zyklen) und später verschiedene Orte im Sonnensystem.
2346 Faktische Auflösung der Palladischen Liga durch Aufgabe des Sitzes im Weltrat und Rückgabe der Souveränität an die Mitglieder.
Die Palladische Liga bestand dem Namen nach noch bis 2408.
2349 Omikron-Ereignis. Ein fremdes Objekt durchquert das Sonnensystem.
Das Objekt ist ca. 5 - 10 km große. Es durchquert das Sonnensystem auf Höhe der Saturnbahn mit einer Geschwindigkeit von 580 km/s. Das Objekt scheint immateriell zu sein. Sein Kurs ist absolut linear ohne gravitative Einflüsse. Es gibt keine Kommunikation, nur einen Rendezvous-Versuch durch einen Fusionsfackel Prospektor. Das Objekt verschwindet nach 3 Monaten im interstellaren Raum.
Entdeckt wird das Omikron-Objekt durch seine Wechselwirkung mit dem interplanetaren Wasserstoff. Er sendet beim Durchgang durch das Objekt eine Cherenkov-ähnliche Strahlung aus. Aus dem Sternbild Löwe kommend, zieht das Objekt eine ideale Gerade unbeeinflusst durch die Gravitation der Sonne in Richtung des Wassermanns.
Wegen seiner flachen Neigung von nur 18 Grad zur Ekliptik wird es relativ früh entdeckt, bevor es die Uranusbahn erreicht. Der Saturn steht zu dieser Zeit auf der anderen Seite der Sonne. Das Objekt kommt bis auf 300 Mio. km an äußere Jupiter-Trojaner heran. Dort gibt es einige kleine Außenposten und unabhängige Basen. Aber die Entfernungen im äußeren System sind sehr groß. Von den Trojanern kann kein Schiff das Objekt erreichen. Ein Kometenprospektor auf dem Weg in den Kuipergürtel (die Guangxian von Xia Bing) kann sich unter Einsatz aller Treibstoffreserven bis auf 30 Mio. km nähern. Beim Punkt größter Annäherung bleibt trotzdem eine Relativgeschwindigkeit von 270 km/s so dass sich das Objekt jede Stunde wieder um eine Million km von der Guangxian entfernt. Die Guangxian driftet anschließend mehrere Monate bis zur Neptunbahn, bevor sie aufgetankt und abgebremst werden kann.
Es gibt viele Theorien zur Natur des Omikron-Objekts. Manche Wissenschaftler halten es für ein unbekanntes makroskopisches Elementarteilchen, andere für das Produkt einer höherstehenden Zivilisation.
Richtung und Geschwindigkeit favorisieren allerdings eine exotische Theorie. Das Omikron-Objekt könnte ein sog. Uananchi-Knoten sein, ein Punkt im Raum, der in der Raumzeit fest verankert ist (vor Neneh Uananchi, 2231, auch Archimedischer Punkt). Tatsächlich befindet sich das Omikron-Objekt in Ruhe bezüglich des kosmischen Mikrowellenhintergrunds mit einer Relativgeschwindigkeit von unter einem Kilometer pro Sekunde. Da sich das Sonnensystem mit der Milchstraße in Richtung des Attraktors im Sternbild Löwe bewegt, kam es mit 580 km/s am feststehenden Uananchi-Knoten vorbei, der also nur scheinbar das Sonnensystem durchquerte.
Die Bahn des Omikron-Objekts ist sehr genau bekannt. Trotzdem wird es im Zeitalter des ÜL-Flugs nicht mehr wieder gefunden.
2350 Bewaffnete Übernahme der Mai Ling Station durch Mannschaften der Vesta Domäne.
2351 Baubeginn des Giant Gravitic Interferometers
Im Endausbau wird das GGI aus mehreren Interferometern bestehen, jeweils mit einer Basislänge von der Größe der Neptun-Bahn, die in drei orthogonalen Ebenen um die Sonne rotieren.
2354 Friedlicher Eingliederung von Vesta Prime in die Vesta Domäne. 2358 wird Vesta Prime zum Zentrum der Domäne.
2357 Erstmals gelingt die räumliche Versetzung einer Versuchsapparatur unter Umgehung des Normalraums.
2359 Eröffnung des ersten freien Bereichs auf der Mondoberfläche angeschlossen an die Mondbasis Vegas.
2363 Beginn des Baus der Weltraumstadt Nagora in einer weiten Jupiterumlaufbahn.
Der Name wurde gewählt in Erinnerung an S. und H. Nagore, die sich für die Gründung eines Planetenbundes eingesetzt hatten und beide auf tragische Weise umkamen.
2366 Der Nabenrat von Vesta-Prime verkündet die Doktrin des transorbitalen Ausgleichs.
Transorbitaler Ausgleich wurde bis 2400 auf freiwilliger Basis praktiziert, bis 2460 auch erzwungen. Die transorbitale Bewegung war hervorgegangen aus einer wissenschaftlich fundierten Synthese der solaren Epizykelökonomie mit der Soziologie der Wanderungsvölker. Die ursprünglich auf ökonomischen Ausgleich im dynamischen System der solaren Ökonomie basierende Idee wandelte sich nach ca. 30 Jahren unter dem Einfluss des Nabenrates in eine Glaubensbewegung, die als religiös motivierte Kolonialisierung missbraucht wurde.
2369 Mabesi-Krise: Schwere soziale und ökonomische Auswirkungen der Netzwelt auf die Realökonomie.
Onjin Mabesi, ein ehemaliger Dockarbeiter von Sdinhavn dominiert ab 2359 durch strategische Überlegenheit und Netzcharisma in so vielen permanenten Disziplinen, wie nie jemand zuvor. Mabesi trat besonders hervor als Organisator und Integrator. Seine Anhängerschaft wuchs bis zu einer durchschnittlichen Aufmerksamkeitsquote von 10% im Jahr 2367. Die von Mabesi geschaffenen Kommunikationsstrukturen auf allen wichtigen WebPlanes geraten 2369 in eine Krise. Dabei werden in kurzer Zeit signifikante Werte und Investitionen vernichtet. Der Vorgang löst sowohl netz- als auch realseitig Wertkorrekturen aus, die die Realwirtschaft empfindlich treffen.
2370 Beginn des Spacedome Baus. Fertigstellung nach 55 Jahren. Die Anlage wird zum wichtigsten religiösen Integrationspunkt der interplanetaren Zivilisation.
Der Spacedome wurde als Begegnungspunkt für die Religionen der Menschheit entworfen. Die Architekten bezogen sowohl die Architektur der historischen religiösen Symbole auf der Erde, als auch neue Möglichkeiten der schwerefreien Architektur heran. Schon das anfängliche Desgin gewann viele Preise. Nach seiner Fertigstellung war der Spacedome für 100 Jahre tatsächlich ein wichtiges Zentrum der interplanetaren Zivilisation. Mehrere Religionen hatten prominente Strukturen am Spacedome angesiedelt, darunter die Zentrale der vereinigten christliche Glaubenskongregation im Raum. Durch erstaunliche und tragische Ereignisse der folgenden 300 Jahre wurde der Spacedome zu einem der wichtigsten religiösen und weltlichen Symbole des Solsystems.
2372 Jupiterschutzabkommen. Der Kongress des Jupitersystems beschließt die Ausweisung von Naturschutzgebieten auf Jupiter. Ende der unregulierten Müllentsorgung auf Jupiter.
100 Jahre wurden alle Arten von Abfall, von biologischem, über chemischen bis zu Reaktorrückständen, in eine instabile Jupiterumlaufbahn entsorgt. Diese Art der Entsorgung war für die Zivilisation im Jupitersystem billig und rückstandsfrei. Die Abfälle stürzten nach 10-30 Jahren ab und verglühten, bzw. verschwanden in den dichten Atmosphärenschichten. Mit dem Abkommen wurden auf Jupiter mehrere Naturschutzgebiete mit insgesamt 30 % der Jupiterfläche ausgewiesen. Innerhalb der darauf folgenden 50 Jahren konnte die Entsorgung von belastetem Müll um 80 % relativ zum Müllaufkommen reduziert werden. Gleichzeitig wurde die Gasproduktion in der hohen Jupiteratmosphäre auf den Stand des Jahres 2410 begrenzt. Ausgenommen waren nur lebenswichtige Rohstoffe für die Lebenserhaltungssysteme des Jupitersystems, für den Export, Forschungszwecke und einige organische Verbindungen. Dem Jupiterschutzabkommen waren jahrzehntelange Proteste und tausende Aktionen von Umweltschützern vorausgegangen. Das Abkommen war stark umstritten und wurde bis 2390 von 70% (nach Immissions-/Extraktionsvolumen) der Habitate ratifiziert.
2374 Die Firma Sanchez Engineering erwirbt die erste kommerzielle Lizenz zum Bau von kommerziellen ÜL-Raumschiffen.
2383 wird der erste Raumkrümmer als Schnelltransporter mit noch geringer Ladekapazität eingesetzt. Die effektiv nutzbare Geschwindigkeit beträgt nur 2% der Lichtgeschwindigkeit.
2375 Beim Bruch der Hsjuang Station kommen 11.000 Menschen ums Leben.
Die Station war über 150 Jahre ohne zentrale Kontrolle gewachsen. Sie wurde so zu einem Labyrinth von Einzelmodulen mit ungesicherten Übergängen. Installationen des 17. blauen Vergnügungsskonvents überlasten die Sekundärstruktur und führen zum Bruch des Morgenthau-Sektors während der Konvent mit 20.000 Gästen im Gang war. Daraufhin gerät die gesamte Station in Schwingungen. Nach 30 Minuten bricht das Skelett der Primärstruktur, da durch den Wildwuchs der Module effektiv keine Schwingungsdämpfung mehr gegeben war. Abgeschnitten von der feudal organisierten Energieversorgung sterben 11.000 Bewohner und Besucher von insgesamt 34.000.
2376 Kopernikus-Newhavn Kontroverse. Territoriale Streitigkeiten wurden mit Gewaltanwendung aber ohne ernsthafte Verletzungen ausgetragen. 2377 einigte man sich zur Beilegung auf einen sportlichen Wettkampf, den Kopernikus gewann.
Die Kopernikus-Newhavn Kontroverse begründete die lunare Tradition der Konfliktbeilegung durch sportliche Wettkämpfe. Der erste Wettkampf bestand aus 150 Einzelveranstaltungen. Die physischen Disziplinen wurden nach Regeln der lunaren Meisterschaften und Null-G-Disziplinen nach dem Regelwerk der 0G-Spiele durchgeführt. Daneben gab es aber auch viele Strategie- und Kreativitätsdisziplinen. Kopernikus gewann mit 78:53 (17 unentschieden, 4 ungültig) und damit 60 % des Streitwerts.
2379 Eröffnung der Jupiter-Saturn Schnellbahn.
Die Konverterstrecke geht von einer Station im Jupiterorbit unidirektional nach Titan. Sie verkürzt die Transportzeit zum Saturn auf wenige Wochen. Die Endstücke bei Jupiter und Saturn bestehen jeweils aus einer Sequenz von ringförmigen Konverterbeschleunigern. Eine Richtungsumkehr war nicht vorgesehen. Die Baukosten gehen weit über die Planung hinaus. Das Betreiberkonsortium muss kurz nach der Fertigstellung Konkurs anmelden. 2412 wird die Gegenrichtung gebaut. Der Bau war nach dem ersten Bauabschnitt in Erwartung von ÜL-Techniken ausgesetzt worden. Erst als sich Probleme mit dem ÜL-Transport zeigten, wurde der Bau fortgeführt.
2382 Ein Virus befällt weite Teile des solaren Informationsverbundes. Die Epidemie wird nach 24 Monaten weitgehend eingedämmt, flammt aber bis 2388 immer wieder auf. Ausfälle und Folgeschäden kosten ca. 80 % eines Jahresprodukts des Sonnensystems verteilt über 10 Jahre.
Mutation eines zivilen Defensivagenten, Stealth Klasse 3, Inkubationszeit 6 Monate, autokreative Schad-/Nutzfunktion.
2383 Massenflucht von 1,2 Mio. Menschen von der Erde.
Der Bundesstaat On2Life, einer der 25 delokalisierten Bundesstaaten, die im Weltrat vertreten sind, organisiert die Flucht seiner Bürger von der Erde. Die Flüchtlinge starten mit einem elektomagnetischen Beschleuniger im Zeitraum von 2 Jahren. Sie werden für den Verlauf der Aktion in einer behelfsmäßigen Containersiedlung in einem weiten Erdorbit untergebracht. Das Unternehmen wird nicht physisch getarnt. Der On2Life Geheimdienst täuscht die irdische Zentralmacht vor allem informationstechnisch. Überwachungsinstrumente werden fehlgeleitet oder geblendet, Aufzeichnungen verfälscht und die Abwesenheit der Flüchtlinge verschleiert. Nachdem 80 % der Ausreisewilligen die Erde verlassen haben, muss die Aktion aufgedeckt werden, da sich die Lebensbedingungen auf der geheimen Auffangstation stark verschlechtert haben. Die interplanetare Gesellschaft nimmt große Lasten auf sich, um die Menschen aus dem Auffanglager zu retten und zu integrieren. On2Life wird 2416 als delokalisierter Staat in die Koalition aufgenommen; der erste der Koalition.
2387 Austritt der Pallas Domäne aus der Koalition.
2388 Der Rat der Koalition beschließt eine Höchstgeschwindigkeit für ÜL-Verkehr durch Raumkrümmungsantriebe im Sonnensystem von 10.000 km/s.
Die ÜL-Technik ist noch sehr anfällig. Wiederholte Zwischenfälle mit Raumkrümmungsantrieben, deren mangelhafte Abschirmung zu Beinaheunfällen führte, veranlassten die Verkehrsbehörde der solaren Koalition zu schnellem Handeln. Die effektive Geschwindigkeit von Raumkrümmungsantrieben, liegt weit unter der Lichtgeschwindigkeit. Geschwindigkeiten über 0,1 c sind sehr gefährlich für das Raumfahrzeug und den umliegenden Raum, da sich die Krümmungseffekte der Antriebe auf die Umgebung auswirken und mit der Antriebsstärke exponentiell wachsen.
2391 Gründung der Behörde für Entwicklung und interstellare Beziehungen (ADIC) in der Koalition.
2392 Neue Techniken der sog. Reflexmemetik machen chemische Narkose und Betäubung überflüssig (Apathischen Analgesie).
Manche Menschen konnten mit Hilfe von Autosuggestion Schmerz unterdrücken. Schon seit langer Zeit war vermutet worden, dass jeder Mensch Schmerzen bewusst ausschalten und beherrschen kann. Aber nur Einzelne erreichten zufriedenstellende Resultate und auch nur nach längerem Training. Der Mechanismus war damals nicht wissenschaftlich nachvollziehbar. Es gab zwar viele Anleitungen, aber bei jedem Menschen funktionierte Autosuggestion zur Schmerzunterdrückung etwas anders. Jeder musste die Techniken selbst für sich entwickeln. Mit der Entwicklung der induzierten apathischen Analgesie kann nun tatsächlich jeder Mensch sehr schnell von Schmerzen freigestellt werden und trotzdem bei vollem Bewusstsein bleiben. Apathischen Analgesie beruht auf Techniken aus der Memetik-Forschung (Reflexmemetik). Das menschliche Gehirn kann durch geeignete Signale (optische, akustische und taktile) in einen schmerzunempfindlichen Modus versetzt werden. Die Signalfolge ist individuell verschieden. Sie wird durch Tests und im Verlauf der Behandlung adaptiv ermittelt. Bei operativen Eingriffen ist apathischen Analgesie ebenso zuverlässig, wie chemische Anästhesie. Die Anwendung solcher reflexmemetischer Manipulation ist in den meisten Gesellschaften gesetzlich geregelt und nur in besonderen Fällen, z.B. zur medizinischen Anwendung, zugelassen. Reflexmemetik kann auch mit schädlicher Wirkung eingesetzt werden. Aber normalerweise sind alle Menschen durch ihre Neuroimplanatate geschützt. Für die apathische Analgesie müssen die Schutzfunktionen natürlich deaktiviert werden.
2395 Der ÜL-Verkehr steigt im inneren System stark an. Vor allem Diagonalfrachtstrecken erleben einen rasanten Aufschwung.
2397 Inbetriebnahme des Billion Square Kilometer Optical Network Terrestrial Planet Cartographer (BSON-TPC, kurz: Bison) mit einer interferometrischen Ausdehnung von 10 Mio. Kilometern und einer effektiven Fläche von 80 Mio. Quadratkilometern. Geplant ist ein späterer Ausbau auf 1 Milliarde Quadratkilometer Fläche.
Bison ist in der Lage extrasolare Planeten in 30 Lj. Entfernung mit 10 km Auflösung zu kartographieren. Das reicht im Allgemeinen nicht, um Strukturen intelligenten Lebens zu entdecken, aber Kontinente, Land- und Wasserflächen und Wolkenformationen sind deutlich zu erkennen. Die Beobachtungen im Lauf der nächsten Jahrzehnte bieten aber einige Überraschungen. Der aufgrund der Hinweise des Kaio-Schiffes vermutete Planet bei Ross 614 erweist sich als Asteroid von Vesta-Größe. Auf einem Planeten von Gliese 581 gibt es eine (unerklärliche) tektonische Aktivität, die 50 km große Strukturen periodisch im Ozean auftauchen und versinken lässt. In dem System, das 100 Jahre später als Artu bekannt wird, existieren im interplanetaren Raum technische Einrichtungen bis zu 100 km Größe.
2400 Raumkrieg zwischen Vesta und mehreren anderen Asteroidenstaaten (bis 2407). Ausgelöst durch den Panahapaja Zwischenfall. Totalverlust mehrerer unabhängiger Stationen und Basen mit insgesamt 86.000 Bewohnern. Ausdehnung der Vesta Hegemonie.
Bei den Kämpfen werden 12.000 Lebenslinien von Kombattanten terminiert (60% davon Uploads und KI), davon 5000 permanent. Bis zu 2000 Permanentopfer unter Uploads und SKI wegen der Zerstörung der Backups auf betroffenen Stationen. Beim militärischen Personal erfolgreiche Reaktivierung menschlicher Opfer zu 20% als Upload. Für die zivilen Opfer gibt es nur wenige Backups (3%), die meistens nicht vollständig sind. 20 Großkampfschiffe, 100 Unterstützungseinheiten und 400 autonome Kampfeinheiten werden zerstört. Wandlung der Ideologie des transorbitalen Ausgleichs zum Machtinstrument.
2402 Ökologischer Turnaround-Punkt auf der Erde. Nach fast 500 Jahren Missbrauch und sich selbst verstärkenden Klimaabweichungen, beginnt die Biosphäre sich zu erholen.
Der Orunaiyeomi-Index wächst erstmals seit einem halben Jahrtausend. Das bedeutet, dass die Erde sich langsam erholt. Die Umweltbelastung erreicht um 2400 ein Maximum und ist danach rückläufig. Der Orunaiyeomi-Index berechnet die Qualität der Biosphäre bezogen auf den Idealzustand unter Berücksichtigung langfristiger Trends. Seit Beginn der Industrialisierung sinkt der Orunaiyeomi-Index. Der Zustand von Natur, Umwelt und Klima verschlechtert sich. Mehrere Jahrhunderte Umweltverschmutzung und Überbeanspruchung führen zu einer sich selbst verstärkenden Belastung der Biosphäre (Runaway-Effect). Viele Teile der Biosphäre driften in neue (für die Menschen ungünstige) Gleichgewichtslagen. Die Entwicklung beschleunigt sich ab 2250, da Antarktis, Permafrost und tiefe Ozeane erst mit einer Verzögerung stark reagieren. Unter der neosozialistischen Regierung der Union beginnt ab 2330 das Kubadwanso Programm mit dem Ziel, die Erde zu sanieren. In einer konzertierten Aktion über mehrere Jahrzehnte werden viele Probleme der Biosphäre angegangen. Die Sonneneinstrahlung wird reduziert, um die globale Temperatur zu senken und aus der Atmosphäre werden Treibhausgase abgeschieden. Es gibt eine Fülle von Maßnahmen zur Wiederherstellung der Umwelt und der ursprünglichen Natur. Große Regenwälder werden wieder aufgeforstet. Durch Gengineering werden Biotope rekonstruiert und Nahrungsketten wieder geschlossen. Begleitend sorgt eine neue Art der Volleffekt-Bilanzierung für nachhaltigeres Wirtschaften. All diese Maßnahmen zeigen nach 40 Jahren deutlich Wirkung. Die Verschlechterung der Umweltbedingungen verlangsamt sich. Der Abwärtstrend kommt 2400 zum Stillstand. Damit ist der Turnaround geschafft. Bis 2450 ist der Orunaiyeomi-Index zwar nur um 10 % gewachsen, aber es gibt deutliche Anzeichen, dass sich die Äquilibria wieder zugunsten einer gesunden Biosphäre verschieben. Man erwartet, dass nur 100 Jahre später das Orunaiyeomi-Niveau von 2040 erreicht wird. Eine weitere Steigerung bis auf vorindustrielles Niveau erscheint nicht möglich, da Teile der Umwelt, Lebensformen und Ressourcen für immer verloren sind. Die Erde ist auf einem guten Weg als Systemkrieg, Kalkutta und die neue Koalition 2470 die Prioritäten verändern. Mit dem Ende der Union wird die Erde wieder expansionistisch. Kubadwanso, während des Einigungskriegs suspendiert, wird nicht wieder aufgenommen. Das Programm endet bevor der Turnaround stabilisiert werden kann.
2406 Erster Flug unter Raummodulation in den Kuiper-Gürtel über die Grenzen des Sonnensystems.
Der Flug muss wegen eines schweren Schadens abgebrochen werden. Das Aggregat wird aufgegeben und die Besatzung braucht 3 Jahre für den Rückflug.
2408 Nach mehreren schweren Unfällen mit Raumkrümmern wird der ÜL-Verkehr innerhalb der Asteroidenbahn verboten.
Trotz verschärfter Bestimmungen und größerer Vorsichtsmaßnahmen treten Rauminterferenzen mit verheerenden Folgen auf. 8 Unfälle in den Jahren 2385 bis 2395 kosten 83 Menschen das Leben. Eine Asteroidenbasis wird schwer beschädigt und 5 Raumschiffe zerstört.
2410 Astronomische Präzisionsmessungen des Giant Gravitic Inferometer Arrays bestätigen die CBM Theorie der Kosmologie (Communicating Bubble Multiverse). Damit wird die kosmische Inflation erklärt und die QLC Urknall-Theorie widerlegt.
Im Spektrum von akustischen Resonanzen im Gravitationswellenhintergrund findet sich der Beweis dafür, dass unser Universum die Hülle einer 4-dimensionalen Blase ist, die von anderen Universen mit Raumzeit angefüllt wird. Die Daten zeigen eine Asymmetrie, die auf eine 4-dimensionale Öffnung zu anderen Universen hinweist. Der aktuelle Durchmesser unseres Universums ist 490.000 (+/- 10.000) Mal größer, als der sichtbare Bereich. Damit beträgt das Volumen des Universums annähernd 10^50 Kubik Lichtjahre. Wir befinden uns nur etwa 5x10^15 Lichtjahre von der Öffnung entfernt, also "relativ nahe". Trotzdem ist die Öffnung natürlich unerreichbar. Sie ist 45.000 Durchmesser unseres sichtbaren Bereichs entfernt. Die Inflation wurde hervorgerufen durch einen besonders schnellen initialen Raumzeit-Strom. Die Frage bleibt, warum die Raumzeit von einem Universum zum anderen fließt und wie schnell sie wieder abfließen kann. Da die Inflation nur 10^-30 Sekunden dauerte, liegt die Vermutung nahe, dass eine mögliche kosmische Deflation genauso schnell gehen könnte, d.h. das Multiversum kann unserem Universum seine Raumzeit von einem Moment auf den anderen entziehen.
2411 Ein Schiff entfernt sich innerhalb von 6 Monaten über einen Lichtmonat vom Sonnensystem.
2413 Erster Flug mit einer effektiven Geschwindigkeit von 1c, sog. Egalitätsflug.
2415 Offener Ausbruch der Konfrontation zwischen Mars und der Pallas Domäne. Wettrüsten und sich verschärfende Drohungen über die folgenden 30 Jahre. Entspannung und Ende der Konfrontation durch Zusammengehen im Systemkrieg 2450.
2419 Unruhen in mehreren Großstädten der Erde. Verhärtung der Fronten zwischen den regierenden Neosozialisten und der Expansionspartei.
2421 Flug der Tanxian Zhe zum Alpha Centauri System.
Hin- und Rückflug dauern 14 und 11 Monate. Rückkehr 2423.
2422 Entsendung eines Forschungsschiffes der ADIC nach Dilan. Auf Dilan wird eine ständige Vertretung der Koalition eingerichtet.
Die ADIC unterhielt seit 15 Jahren eine Abteilung für genau diesen Fall. Die Behörde reagierte sehr schnell und erwarb das dritte jemals gebaute Interstellarschiff, um die sog. Außenabteilung nach Dilan zu transportieren. Kelonikoa Pono, die Leiterin der Außenabteilung wurde vom Koalitionsrat mit diplomatischen Vollmachten ausgestattet und 2428 offiziell bei der Regierung Dilans akkreditiert. Sie wurde damit die erste interstellare Botschafterin der Menschheit. Pono war 2405 vom Wissenschaftsrat der Koalition zur ADIC gewechselt und hatte 2407 die Außenabteilung ins Leben gerufen, die sie dann bis 2428 leitete.
2423 Start der Marco Polo zum Flug nach Ross 614. Sie braucht 420 Tage für die 13 Lichtjahre (ÜL-Faktor 11). Die Marco Polo führt Edelmetalle mit sich, da man noch nicht weiß, was für die Zivilisation wertvoll ist. Rückkehr im Jahr 2418 mit einer Ladung von Hochtechnologiegeräten der Zivilisation auf Dilan.
2425 Verlust der Onitsha Marun.
Die Onitsha Marun wird durch den Angriff einer autonomen Angriffsdrohne der Serengeti Klasse aus dem Panahapaja Konflikt 2 Dekaden zuvor zerstört.
Der Panahapaja Konflikt wurde auf Seiten Vestas zum großen Teil mit autonomen Fahrzeugen durchgeführt, statt Uploads oder KI. Alle Systemmächte versuchen den Einsatz entwicklungsfähiger KI zu vermeiden, um KI-Plagen zu verhindern. Die KI der Kampfmittel ist deshalb meistens eingeschränkt. Sie folgt ihrer Programmierung. Sie sind taktisch flexibel, aber passen sich nicht nur wenig an neue strategische Situationen an.
Die Drohne (Rufzeichen "Angry Cheetah"), die die Onitsha Marun angreift war 2403 im 23/7a-Gefecht bei Niokolo-Koba beschädigt worden. Die Kommunikation war ausgefallen und die Treibstoffreserven nach einem versuchten Kinetic-Kill, mit exzessivem Verbrauch, stark reduziert. Angry Cheetah versteckte sich nach dem Gefecht an einem Kometenkern und wartete auf Hilfe. Sie überwältigte später einen automatischen Rohstoffkundschafter und benutzte dessen Extraktions- und Analysewerkzeuge um Treibstoff herzustellen. Mit den eingeschränkten Mitteln dauerte es 15 Jahre, wenigstens genügend Treibstoff für operative Manövrierfähigkeit zu gewinnen.
Die Onitsha Marun war im Panahapaja Konflikt als Drohnenträger eingesetzt worden. Sie ist jetzt als Frachter unterwegs und transportiert Autofab-Input, darunter sehr teure Meta-Materialien und hochreine Pakete für Nano-Fabrikatoren.
Die Onitsha Marun kommt bis auf 40.000 km an Angry Cheetah’s Versteck vorbei. Angry Cheetah erkennt das feindliche Schiff wieder - trotz der Demilitarisierung - und greift an. Da die Drohne im Gefecht alle Munitionspakete verbraucht hatte, bleibt ihr nur die Möglichkeit ihren Selbstzerstörungsmechanismus zu benutzen. Angry Cheetah rammt die Onitsha Marun und zündet den eingebauten Sprengsatz. Eine 5 kt Amat-Explosion zerstört beide Fahrzeuge.
Kamikaze-Angriffe sind Teil des Standardprogramms nachdem Reichweitenwaffen verbraucht sind. Für die kriegführende Partei ist es meistens ein guter Tausch, wenn eine Drohne sich opfert, um ein generisches Schiff zu zerstören. Neben der Vermeidung von KI-Plagen ist diese Taktik ein weiterer Grund, um Drohnen nicht mit voller KI auszustatten, sondern nur mit autonomer Programmierung.
Man vermutet, dass viele bewaffnete Konflikte autonome Kampfmittel zurückgelassen haben. Sie stellen noch Jahrzehnte oder Jahrhunderte später eine Gefahr für den zivilen Verkehr dar. Vor allem dann, wenn sie mit Reparaturmitteln ausgestattet sind und lange überdauern können. Das ist vor allem bei Drohnen auf Fernmissionen üblich ist. In den äußeren Saturnringen gehen immer wieder kleine Fahrzeuge verloren. Man vermutet dort ein aktives Relikt. Suchaktionen mehrerer Saturn-Habitate brachten aber keine Ergebnisse.
2427 Fertigstellung und Start von zwei weiteren Interstellarschiffen.
2429 Die Marco Polo kehrt von ihrem dritten Flug nicht mehr zurück.
Die Marco Polo war 2427 von Dilan zum Rückflug gestartet. Die Besatzung meldete nach dem Auftauchen nach der ersten Etappe über 6 Lichttage keine Probleme. Danach gab es keinen Kontakt mehr. Der Funkspruch, der die zweite Kurzetappe bestätigen sollte, blieb aus. Auch Nachforschungen in späterer Zeit blieben ohne Ergebnis. Im Jahr 2679 zum 250. Jubiläum des ersten Fluges der Marco Polo finanzierte die Nachrichtenagentur CeNeT (Ceres News Trust) eine großangelegte Suchaktion, blieb jedoch ohne Erfolg.
2431 Start des Fernraumschiffes King zu einem unbewohnten Planeten 2430 gründen 200 Menschen die Kolonie Altai. Das Raumschiff kehrt zur Erde zurück.
Die Besatzung bestand fast ausnahmslos aus afrikanischen und afroamerikanischen Spezialisten. Das Unternehmen wurde finanziert von der Olympus Heritage Foundation.
2430 Die gemeinsame Handelsvertretung auf Dilan beschäftigt 20 Menschen. Ständig pendeln 11 Fernraumschiffe zwischen Dilan und dem Sol-System. Die Preise für Hochtechnologie-Güter fallen beträchtlich.
2432 Die Pallas Domäne besetzt und annektiert den Huayuan Tiankong Cluster, eine Gruppe großer Habitate im Asteroidengürtel. Konflikterklärung des Danyuan (Verbund von Basen und Habitaten im mittleren System). Guerillakrieg und Anti-Terrormaßnahmen. Wirtschaftsembargo des Danyuan und Mars gegen die Domäne. Das Embargo wird Unterlaufen durch das Muweisan-Direktorat (Jupiter).
Die Habitate des Huayuan Tiankong Clusters befinden sich auf unabhängigen Solarorbits im äußeren Asteroidengürtel. Sie korrigieren aber ihre relativen Positionen regelmäßig, so dass sie nie weiter als 1 Mio. km auseinanderdriften. Im Gegensatz zu anderen Habitaten, hat Huayuan Tiankong ursprünglich keinen bedeutenden Asteroiden als Rohstoffquelle. Huayuan Tiankong wurde im Laufe der Jahrhunderte im leeren Raum gebaut. Der Cluster exportiert Kreativleistungen und importiert Rohstoffe. 2401 wurde ein Eis-Komet beim Habitat Jiadasha verankert. Akteure von Pallas besetzen die zentralen Einrichtungen von Jiadasha. Sog. Befreiungsakteure besetzen von dort aus die meisten anderen Habitate im Cluster (70 % nach Bevölkerung). Die Befreiungsakteure werden von Pallas unterstützt. Pallas liefert Transportmittel, Waffen und Ausrüstung zur Lebenserhaltung. Die Koalition und viele andere Mächte des Systems protestieren. Nach längerem Zögern unterstützt Danyuan die sog. Friedensakteure in besetzten und freien Habitaten. Friedensakteure besetzen 2434 den Eis-Kometen und verweigern Wasserlieferungen. Pallas setzt eigene Truppen ein, um die Wasserversorgung für die befreiten Habitate zu retten. Zur weiteren Sicherung bleiben Pallas-Verbände stationiert. Das Eis-Depot wird befestigt. Bis 2437 werden noch weitere Habitate durch Pallas "befreit". 10 % von Huayuan Tiankong werden durch Danyuan militärisch verteidigt. Die Wirtschaft von Huayuan Tiankong ist sehr stark betroffen. Der Export geht um 80 % zurück. Die Unterstützung für Huayuan Tiankong belastet den Haushalt der Pallas Domäne. Eine ungerechte Verteilung der Kosten innerhalb der Domäne löst später den Putsch der Nabe aus und trägt so zum Ende des transorbitalen Ausgleichs bei.
2435 Sezession des Andenbundes. Austritt aus der Union.
2438 Abschluss einer Freihandelszone zwischen Unionsbundesstaat Brasilien und dem Andenbund. Protest der Union. Entzug der Stimmrechte für 8 Jahre. 2439 erklärt Brasilien den Austritt aus der Union. Handelsboykott der Union gegen Südamerika. Blockade der atlantischen und mesoamerikanischen Vakuumbahnen. Konkurrenz zwischen Andenbund und Union um Kolumbien und Venezuela. Wachsende Spannungen. Ex-Präsidentin Gabriela Antonia Garcia Segura von Brasilien führt eine Schlichtung herbei, die den Weg zum Koexistenzvertrag 2444 öffnet. Quito wird zur Transferregion zwischen der isolierten Erde und dem Sonnensystem.
2437 Verlust eines weiteren Fernhandelsraumschiffes durch Meteoriteneinschlag.
Nach der Marco Polo der zweite Verlust eines Interstellarschiffes.
2438 Start des zweiten Kolonistenraumschiffes nach Cobol
2439 Zwei Interstellarschiffe werden stillgelegt.
Die Firma GD steigt aus dem Interstellar-Geschäft aus.
2440 Gründung der Kolonie auf Cobol.
2442 Zerstörung der Asteroidenbasis Newplace durch Zusammenstoß mit einem ÜL-Transporter. Beginn des ÜL-Flugverbots innerhalb der Uranus Raumkugel (2443).
2444 Es fliegen nur noch 3 Fernraumschiffe nach Dilan. Die dortige Handelsvertretung ist auf 3 Personen geschrumpft. 2448 kehren nur zwei der Vertreter mit dem letzten regelmäßigen Flug ins Sol-System zurück. Innerhalb der nächsten 30 Jahre gibt es nur 7 Flüge; im Gegensatz zu 77 Flügen von 2419 bis 2444.
2447 Erster Besuch eines extrasolaren Schiffes im Sonnensystem. Ein Marui Händler erreicht das Solsystem.
Der erste Kontakt kommt beim Saturn zustande. Der Händler kommt aus 60 Grad zur Ekliptik im Abstand des Neptun in den Realraum. Saturn ist der nächste Planet. Der Marui analysiert während des Anflugs auf den Saturn den Verkehr und läuft einen der größten Verkehrsknotenpunkte an: Ibadan im Titan-Orbit. Der Händler kontaktiert die Ibadan Flugleitzentrale. Er spricht mit automatischem Übersetzer und erkundigt sich nach den Andockprozeduren und lokalen Gepflogenheiten. Die Flugleitzentrale weist dem Schiff eine Andockröhre zu, als ob extrasolare Schiffe alltäglich wären.
Tatsächlich ist der Flugverkehr im äußeren System abseits der Ekliptik ungeregelt. Ab und zu kommen Fernraumschiffe von Dilan. Aber der interstellare Verkehr ist noch vernachlässigbar gegenüber dem solaren Verkehrsaufkommen. Der Marui kommt über die Dilan-Route und wirkt deshalb wie einer der wenigen solaren Fernhändler. Auch die Kommunikation mithilfe Live-Übersetzer ist nicht ungewöhnlich. Es gibt viele Sprachen im Sonnensystem und üblicherweise laufen die Kontakte in der Sprache der Flugleitzentrale, in diesem Fall: Hausa. Übersetzer für alle verwendeten Sprachen gehören zur Standardausrüstung.
Der Marui hatte die Hausa-Daten mit einem Paket von 80 solaren Sprachen und einer handelsüblichen Übersetzer-KI inklusive Hardware von der irdischen Handelsvertretung auf Dilan gekauft. Die Vertretung auf Dilan hatte mehrere unbenutzte Geräte, da der Handelsverkehr stark abgenommen hatte. Im Endanflug beantworte der Marui einige Standardfragen des Stationspersonals. Er verneint die Notwendigkeit von Entladedrohnen für seine Container. Das löst Verwunderung beim Stationspersonal aus, da Fernraumschiffe von Dilan üblicherweise die Container entladen, um nach einer Überholung gleich wieder zu starten. Die Fracht wird dann über Logistikdienstleister am Markt angeboten und weiter verteilt. Der Prozess ist inzwischen standardisiert, aber seltener geworden, da die Flüge abgenommen haben. Hochtechnologie von Dilan ist zwar immer noch gefragt, aber die Ankunft eines Fernraumschiffes ist keine Nachrichtenmeldung mehr wert. Der Marui dockt an die variable Andockröhre, wartet wie angewiesen auf das Freigabesignal und öffnet die Luftschleuse.
So steht also eine Gruppe von fünf Marui im leichten Schutzanzug im Dock von Ibadan und klopfen an die Crystoplast-Scheibe des Dockmeisters. Der Dockmeister vom Dienst wundert sich über die Schutzanzüge und über das Aussehen der Besucher. Aber ein erfahrener Dockmeister des 25. Jahrhunderts im äußeren System hat schon viel misslungenes Gengineering gesehen. Zwischen all den Uplifts, Mods und Shells wirken Marui fast normal. Immerhin laufen sie auf zwei Beinen, was man nicht von allen 0G-Hacks behaupten kann.
Es schließt sich ein (wieder vom Autoübersetzer vermitteltes) Gespräch an, in dem es dem Dockmeister langsam klar wird, dass die Besucher fremder sind, als angenommen. Dann bricht hektische Aktivität los. Der Dockmeister hetzt zurück hinter seinen Crystoplast und alarmiert die Leitzentrale (3 Sekunden), die Bereitschaftstruppe der Einwanderungsbehörde (10 Sekunden) und seine Schwester bei Kronos-News (25 Sekunden). 50 Sekunden später sind die fünf Marui umringt von Kameradrohnen und Polizeibots. Nach 55 Sekunden flickert ein Live-Reporter-Avatar in die Gruppe der Marui hinein. Nach 60 Sekunden erscheinen die ersten Flash-Posts im Netz. Nach 78 Sekunden geht Kronos-News auf Sendung. Nach 85 Sekunden übernimmt ein Relay-Copter den News-Stream. Nach 90 Sekunden hat eine mobile Einsatzgruppe in voller Ausrüstung (mit Powered Battle Armor) die Besucher im Visier. Nach 92 Sekunden machen mobile Absperrungen den Bereich um die Marui-Gruppe dicht. Nach 95 Sekunden versuchen Störsender den News-Feed zu unterbinden, was nicht funktioniert, da der Relay-Copter rechtzeitig zur Stelle war und von innerhalb der Absperrung sendet. Die ersten Schaulustigen flickern nach 98 Sekunden als Avatare dazu. Mech-Shells sind nach 105 Sekunden die ersten physischen Schaulustigen, die die Szene erreichen. Bios sind nur wenig langsamer.
Nach 2 Minuten ist das Dock voll mit 25 umherschwirrenden Sensordrohnen von 11 Nachrichtendiensten, 15 Polizeibots mit Croud-Control Ausstattung, sieben militärische Drohnen, einer fliegenden taktischen Koordinator-KI, 12 mobilen Sperrbots mit transparenten Schilden, 800 Mechs, 120 Bios (davon die vier in Battle Armor, aber inzwischen ohne freies Schussfeld) und 5000 Avataren in allen möglichen Größen und Gestalten, die aber keinen physischen Platz beanspruchen.
Im inneren Kreis tritt eine angespannte Ruhe ein, nur unterbrochen durch die Versuche des Reporter-Avatars, die Marui zu interviewen. Eineinhalb Minuten später bahnt sich die zivile Leiterin der Flugsicherung, Esmeralda Alvarez Velasquez, ihren Weg durch die Menge. Das gelingt schließlich. Sie erreicht den inneren Kreis, wo die fünf Marui etwas zusammengerückt sind. Ziemlich genau vier Minuten nachdem dem Dockmeister die Bedeutung des Augenblicks klar wurde, werden die ersten extrasolaren Besucher offiziell begrüßt, live ausgestrahlt durch Kronos-News. Die lichtschnelle Nachrichtenfront umfasst inzwischen das gesamte Saturnsystem. Der Kronos-Feed wird von anderen Nachrichtenagenturen angereichert durch Live-Eindrücke vom Spot, Hintergrundinfos und Kommentare. Das Exa-Prioritäts-Tag wird von fast allen Reputationsnetzwerken autorisiert und durchschlägt damit alle Nachrichtenfilter. Die meisten der 50 Millionen Bewohner im Saturn-System unterbrechen ihre Tätigkeiten, werden geweckt oder gebootet. Sie erleben den ersten Besuch live über ihre Retinadisplays, Implantate, Datenschnittstellen, als ob sie vor Ort wären. Velasquez sagt in der Stationssprache Hausa: "Maramba, a cikin tsarin na rana. Kada ka damu " - "Willkommen, im Sonnensystem. Kein Grund zur Sorge". Die Redewendung "Kadakadamu" wird über alle Sprachgrenzen hinweg zum geflügelten Wort und Velasquez zum Star der Talkshows.
2448 Irdische Truppen besetzen mit Hilfe der neu aufgebauten Raumflotte mehrere Mondbasen und -städte. Die auf bewaffnete Auseinandersetzungen nicht vorbereitete Koalition reagiert nur langsam.
2449 Sogenannter "Putsch der Nabe" von Vesta Prime gegen die kollektive Führung der Pallas Domäne. Ende des transorbitalen Ausgleichs. 2452-2459 Freigabe der Kolonien.
2450 Systemkrieg: Angriff der irdischen Raumflotte auf das Marssystem. Die wenigen bewaffneten Schiffe der Koalition können den Mars schützen, müssen aber die großen Werften auf Deimos den Besatzungstruppen überlassen. Von den Asteroidenbasen aus unterbricht die Polizeiflotte den Nachschub für Deimos. 2453 ergibt sich Deimos. Ein Großteil der Erdflotte wird bei der Schlacht um Koti vernichtet. Einige kleinere Bundesstaaten scheren aus der Allianz der Erde aus.
2451 Gründung der Fakultät für Exotechnologie / Al Haq / Mars.
An der Chotoveli Universität von Al Haq / Sargodha Republik Mars wird eine neue Forschung- und Lehreinrichtung ins Leben gerufen, um extrasolare Technologie systematisch zu erforschen und nutzbar zu machen.
Die Fakultät ist interdisziplinär. Es gibt folgende Bereiche:
- Institut für Elektromagnetische Analysemethodik (das sog. IEA: Analyse durch klassische E/M-Felder und nano-generierte Nahfelder),
- Institut für Theoretische Diagnostik (Theoretische Grundlagen der minimalinvasiven Fremdtechnologie-Reaktionsdiagnostik),
- Institut für Nanomechanische Erprobung und Manipulation (NEM: Infiltration von Exo-Hardware mittels Nanosonden und partielle Aktivierung/Deaktivierung von internen Komponenten durch Nano-Aktuatoren),
- Institut für Mechanische Diagnostik und Kinematik (MDK: Bewertung mechanischer Aspekte, Empfindlichkeit gegen Schock und Schall, Bewertung des mechanische Outputs von Systemen, Akustische Tiefenscans, Test mechanischer Belastungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit für zivile und militärische Anwendungen),
- Institut für Exotische Informationssysteme und Architektur (EI: Analyse der Daten- und Verarbeitungsarchitektur von Fremdsystemen und Erstellung von Schnittstellen),
- Abteilung Informationsinteraktion (II: informationstechnische Infiltration und Inside-Out Analyse/Kartierung von Fremdsystemen unterstützt durch automatisierte Priorisierung von Datenbereichen),
- Abteilung Technische Dokumentation und Translation (Doc: Dokumentation der Bedienungsschnittstelle von Hard- und Software, Übersetzung von Benutzerhandbüchern in solare Sprachen, Aufbau einer Datenbank für fremde Technologiekonzepte und Terminologie),
- Institut für Energieerzeugung und Persistenz (EMC2: Untersuchung der Energiequellen fremder Systeme, Analyse von Speichertechnologie und Energieübertragung, Herstellung von Energieschnittstellen für dauerhaften lokalen Betrieb),
- Gesellschaft für Nukleare Energiesysteme und Betrieb (NukEn: Erforschung von selbständigen und integrierten Fusionsreaktoren und Techniken zur Direktumwandlung, Analyse der Wirkmechanismen von Fusionszellentechnologien),
- Abteilung Interdisziplinäre Inferenz (I2: Austausch von gewonnen Informationen zwischen den Instituten, Analyse des Stands der Technik, automatische Erkenntnissynthese),
- ein Institut für Risikomanagement (RISK: Risikomanagement für Interstellare Systeme und Konzepte) mit mehreren Arbeitsgruppen:
- Kapazitäts- und Leistungsabschätzung (Untersuchung der Energiekapazität von Systemen und damit verbundener Risiken),
- Biologische Sicherheit (BioSec: Erforschung biologischer und biochemischer Wirkungsmechanismen im Hinblick auf Kontamination solarer Ökologien),
- Soziokulturelle Anthropologie und Ökonomische Relevanz (SocAnt: Prognose und Bewertung der Auswirkungen des Einsatzes von Fremdtechnologie auf die Gesellschaft mit dem Schwerpunkt auf technischer und ökonomischer Transformation),
- mehrere Gruppen im Bereich Informations- und Nanosicherheit,
- Cross Channel Interference Arbeitsgruppe (XChi: auch XX genannt, Untersuchung von Infektionen über außerordentliche Kanäle, insbesondere optoakustische Kopplung, anthropologische Manipulation, d.h. Analyse potentieller Subversion menschlicher Benutzer durch fremde KI),
- Abteilung für Advanced Walling Technologies (AWT: genannt Firewall, Bereitstellung von Firewall, Sandbox, Simulator-Technologien und gehärtete KI für die untersuchenden Institute) inklusive einer schnellen Eingreiftruppe zur Bekämpfung von Infektionen,
- Abteilung Nanoboxing (NQube: Sicherheit in der Mikro- und Nanotechnik, sicherer Einschluss von exotischen Nano-Systemen) mit einem kleinen mobilem Einsatzteam, das Nano-Ausbrüche einfangen soll, genannt Ghostbusters.
Die Mars Exo-Technologie (MET) Fakultät arbeitet mit vielen Partnern aus der industriellen und militärischen Forschung zusammen. Finanziert wird das MET im Wesentlichen durch Drittmittelprojekte der Industrie, die Exotechnologien für ihre Produkte adaptiert. Die theoretischen und praktischen Analysemethoden des MET sind aber auch interessant für Reverse Engineering solarer Technologie durch konkurrierende Unternehmen. Durch die Theoretische Diagnostik wird Technologieanalyse als wissenschaftliche Methode etabliert. Diverse staatliche Militärorganisationen und Nachrichtendienste interessieren sich ebenfalls für eine breite Palette der MET-Forschung, z.B. Ergebnisse des MDK in der Hochkinetik, neue Techniken der automatisierten Infiltration vom II, Firewall-Tools, kreative Manipulationsvarianten des XChi.
Das I2 nutzt zur Inferenz den Tauneunjot eine Hyperparallel-KI des KOMSEC der Sargodha Republik. Tauneunjot ist eine der Top-10 Inferenzmaschinen des Solsystems. Er gehört offiziell zum zivilen Zentrum für Wissensverarbeitung der Ahamad Gesellschaft, wurde aber vom KOMSEC finanziert und wird exklusiv vom I2 genutzt.
Es besteht eine multilaterale Abhängigkeit zwischen dem MET und seinen Kunden. Das MET benutzt nicht nur allgemein verfügbare solare Technologie, sondern auch neueste experimentelle, auch geheime Technologie verschiedener Dienste. Die Forschung des MET baut auf den letzten Erkenntnissen der Menschheit auf und entwickelt diese weiter durch die Impulse, die die Analyse der Fremdtechnologie liefert.
Das MET ist verteilt über das Marssystem. Die meisten Institute sind auf dem Mars in Territorien und Enklaven der Sargodha Republik. Sicherheitskritische Bereiche sind abseits von Bevölkerungszentren. NQube und Firewall befinden sich in dedizierten Stationen im Mars-Orbit. Teile von EMC2 und NukEn sind auf Mars-nahe Asteroiden ausgelagert. Der analytische Teil des BioSec ist ein exterritorialer Bereich in Modulen von Jiadasha im Huayuan Tiankong Cluster.
2454 Befreiung von Vegas/Luna durch marsianische Truppen unter General Wang. Rückzug der irdischen Truppen vom Mond.
2454 Offensive der Koalition gegen die Erde. Abschuss von Satelliten und suborbitalen Transportern.
2457 Das Landeunternehmen bei Wladiwostok scheitert mit großen Verlusten für die Landungstruppen.
2460 Bombardierung von dünnbesiedelten Gebieten, Industrie, v.a. Raumfahrtindustrieanlagen.
2460 Landung bei Lima ohne Widerstand. Friedensvertrag der Koalition mit Südamerika.
2462 Sieg des Andenbundes in den Schlachten von Nicaragua und Kalifornien gegen Unionstruppen. Kapitulation Nordamerikas. Zusammenbruch der Union. Revolutionen in verschiedenen Staaten.
Die Kriege zwischen expansionistischen, neosozialistischen und sinokommunistischen Staaten zwischen 2462 und 2470 werden als der große Einigungskrieg der Menschheit bezeichnet. Die provisorische Weltregierung in Kalkutta ist machtlos.
Ab 2468 zeichnet sich ab, dass sich die expansionistischen Staaten durchsetzen. In Nord- und Südamerika wird 2466 die Ordnung wieder hergestellt, 2467 in Australien. Der große Waffenstillstand in Asien hat eine Signalwirkung für die ganze Erde. Unter Vermittlung der Koalition kommen 2470 Vertreter aller Konfliktparteien in Kalkutta zusammen.
Der Waffenstillstand bleibt bestehen. 2471 wird die Erde in die Koalition aufgenommen. Das Konzil von Kalkutta entwickelt sich zu einem überregionalen Parlament. Der Rat der Koalition tagt in Kalkutta. Innerhalb weniger Jahre wird die Erde wieder zum Zentrum des Sonnensystems. 2476 werden die Sitze des Konzils nach der Größe der Bundesstaaten verteilt. Auch die Staaten des Mars, Raumstädte und Asteroidenbasen sind im Konzil vertreten. So werden das Konzil und der Rat der Koalition zum Zweikammerparlament der neuen Koalition unter Führung der Erde.

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