Zeitleiste

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2306

Zweiter Mittelmeerkrieg.

Eine Ausweitung auf die zwei Blöcke wird verhindert. Friedensvertrag von Rom.

2308

Friedenskonvention der Koalition.

Ächtung aller bewaffneten Konflikte.

2309

Nach einem Aufstand auf Vesta Prime Exodus der Aufständischen zu drei Vesta-Trabanten.

Zwei Jahre später Ausrufung der Vesta Domäne.

2312

Entdeckung des Kaio-Artefakts.

In einer Umlaufbahn um die Sonne im interplanetaren Raum zwischen Venus und Erde wird ein altes verlassenes außerirdisches Raumschiff entdeckt.

Das Raumschiff wird von einer selbständigen Prospektorin (Katana Aiko Io) entdeckt. Es ist 90 m groß und, wie spätere Untersuchungen ergeben, mit einem ÜL Triebwerk ausgestattet. Die Presse verkürzt den Namen der Entdeckerin auf Kaio. Das Raumschiff wird bekannt unter dem Namen Kaio-Schiff.

Die Entdeckung eines fremden Raumschiffes gilt allgemein als der Beginn des kosmischen Zeitalters der Menschheit. Trotzdem gibt es noch für längere Zeit keine wesentlichen Veränderungen im Sol-System. Der Alltag der Einwohner der Kolonien und der freien Stationen ändert sich nicht. Wegen einer Informationssperre der neosozialistischen Regierungen der Erde nimmt die Erdbevölkerung sogar kaum Notiz von der Entdeckung.

Dafür beeinflusst die Erforschung des fremden Raumschiffes umso mehr die Wissenschaften. Ein großer Stab von Informatikern, Kryptologen, Xenologen, Physikern und Technikern braucht 30 Jahre, um die Funktion des Informationssystems zu entschlüsseln. Dann stehen ihnen Teile des Speichers offen. Auf diese Weise erfährt die Menschheit vor ihrem eigenen Aufbruch schon vieles über die nähere interstellare Umgebung Sols. Noch bedeutungsvoller ist die Erforschung des fremden Überlichtantriebs, die den Wissenschaften Hinweise gibt, die zu einem besseren Verständnis der Raummodulation und schließlich zur Entwicklung eines eigenen Überlichtantriebs führen.

2315

Ein Raketenangriff zerstört zwei Drittel des Kaio-Raumschiffs, darunter die Normalraumtriebwerke.

Das Überlichtaggregat bleibt erhalten, da die wesentlichen Teile kurz zuvor ausgebaut wurden.

2318

Bildung der Weltunion mit starker Zentralregierung auf der Erde.

2321

Selbstgewählte Isolation der Erde.

Extremer Neosozialismus. Aufgabe vieler orbitaler Fabriken. Einschränkung der Raketentransporte. Bau der interkontinentalen Vakuumbahnen. Verfolgung von Expansionisten.

2322

Beginn expansionistischer Propagandasendungen an die Erdbevölkerung durch außerirdische Sender.

2326

Kriegserklärung an die Koalition.

Nach Warnung an die solare Koalition vor Einmischung auf der Erde und weiteren Propagandasendungen des Mars schließlich Ultimatum der Erde an die Koalition.

Die Zerstörung eines Handelsshuttles in Montevideo bleibt die einzige bewaffnete Handlung des Krieges.

2327

Schwächung der irdischen Zentralregierung durch die Kirchhoff-Gesetze.

2328

Rücknahme der Kriegserklärung. Ende der Propagandasendungen.

2330

Konferenz von Quadrupol.

Einvernehmen über Politikänderung der Koalition. Friedenskonvention. Akzeptierung der irdischen Isolation und Konzentration auf die Entwicklung der interplanetaren Gesellschaft.

2333

Die Entwicklung des Konvertertriebwerks verkürzt die Reisezeiten auf ein Viertel.

Damit rückt das Jupitersystem mit 2-3 Wochen Flugzeit vom Mars (Opposition) in die Reichweite für kommerzielle Unternehmungen.

2335

Übertragung der Verantwortung für die Außenbeziehungen an die Koalition.

Die UPO war ursprünglich als Dachorganisation souveräner Staaten gegründet worden. Nach dem Austritt der Erde und der sich verschärfenden Konfrontation mit deren sozialistischer Regierung rückt die interplanetare Zivilisation enger zusammen. Anfangs treten die solaren Staaten nur die Verwaltung der (theoretischen) Außenbeziehungen ab. Die Koalition achtet die Souveränitätsinteressen der Mitglieder und nimmt nur geringen, mäßigenden Einfluss. Sie bietet dadurch eine geringe Angriffsfläche für Gegenbewegungen, während Ihre Aufgaben langsam aber stetig wachsen.

Erst später, als der Konflikt mit der Erde erneut gewaltsam ausbricht, kommt die Außenverantwortung zur Wirkung. Die Verteidigungsanstrengungen werden durch die Koalition gebündelt. Nach dem erfolgreichen Ausgang übernimmt die Koalition die Führungsrolle und wird mit der dann sehr wichtigen Außen- und Verteidigungsverantwortung zur Staatsmacht im Solsystem.

2336

Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten wird die Coenen-Station (Jupiterorbit) in eine Asylkolonie umgewandelt.

Coenen bietet Emigranten anderer Staaten Asyl als Serviceleistung. Das Asyl wird meistens von den Absenderstaaten finanziert. Coenen und andere Nachahmer nehmen im Lauf der nächsten 100 Jahre drei Millionen Exilanten auf. Die mittlere Lebenserwartung der Exilanten sinkt später auf drei Monate. Damit kommt Exil fast einem Todesurteil gleich.

2337

Übernahme der wiederaufgebauten L5 Gemini-Kolonie durch Kopernikus. Gemini verlässt die Palladische Liga.

Die Liga war die erste Organisation unabhängiger Habitate gewesen. Aufgrund der Verhältnisse zu ihrer Gründungszeit war sie stark an der Erde orientiert und hatte auch einen Sitz im Weltrat. Die Palladische Liga war ideologisch durch die Erde geprägt. Als interplanetare Organisation befand sie sich damit in Konkurrenz zum expansionistischen Bund von Tara. Mitte des 24. Jahrhunderts verlagert sich der Schwerpunkt der interplanetaren Ordnung zu Mars und Ceres. Die Mitglieder der Liga geraten in wirtschaftliche Schwierigkeiten und einige begeben sich, wie Gemini, in fremde Abhängigkeit.

2338

Mehrere automatische Tankstationen im Asteroidengürtel unter KI-Steuerung bauen selbständig Filialen auf anderen Asteroiden.

Durch die Ligaflotte unterbunden. Dabei aktive Gegenwehr der Anlagen.

Manche KI können fliehen und verwenden dabei sehr weitentwickelte Infiltrationstechniken. Einige werden nie aufgespürt.

2340

Neuausrichtung der Raummodulation.

Untersuchungen des Kaio-Schiffes führen die Erforschung der Raummodulation in eine neue Richtung.

Die Entdeckung des Kaio-Schiffes kommt genau zur richtigen Zeit. Die Menschheit hatte schon einige Jahrzehnte zuvor erste Versuche mit Raummodulation unternommen. Schon vor der Entdeckung des fremden Raumschiffes gelang die Messung der Effekte der Raummodulation, was zu einem einfachen überlichtschnellen Empfangsgerät geführt hatte. Die Modulationstechnik ist experimentell so weit entwickelt, dass die untersuchenden Wissenschaftler die Funktionsweise der gefundenen Anlagen einordnen können. Die theoretischen Wissenschaften hinken den Versuchen aber noch weit hinterher und sind in eine Sackgasse geraten.

Die Hinweise, die sich aus der Analyse des ÜL-Antriebs und der Archive des fremden Raumschiffes ergaben, stimulieren die Entwicklung der Theorie und beschleunigen die Entwicklung des raumverzerrenden Effekts.

Untersuchungen bei anderen Völkern werden später zeigen, dass die Entwicklung der Theorie des ÜL-Antriebs und die Konstruktion des Geräts meistens wesentlich mehr Zeit erfordern.

Das Kaio-Schiff ist im Vergleich zur bekannten Technik auf hohem technischem Stand. Die verwendete Technik ist aber trotzdem in greifbarer Nähe. Man schätzt einen Vorsprung von nur wenigen hundert Jahren. Die physikalischen Grundlagen sind der existierenden solaren Technik ähnlich. Das ist ein Glücksfall, denn so können die Menschen von der außerirdischen Technik lernen.

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