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2725

"Gee"

Der Überläufer G765998TN ("Gee") und sein unendlich wichtiger Beistand für die Menschen des Spacedomes.

Während des Kisor-Kriegs eskaliert die Situation im Spacedome, wo Zivilisten sich gegen autonome Nanokomplexe Kisors zur Wehr setzen müssen.

Bei einem Kampf im Spacedome wird ein Hunter der 2. Division schwer beschädigt. Die Menschen nehmen den Nanokomplex (kisorische Typenbezeichnung: Kao Tran Lop, Seriennummer: G765998TN, Koalitonscode: KNH1, aka. Hunter) gefangen, um die Informationselemente auszuschlachten. Man will über die Hard- und Software, vor allem die Schnittstellen und eingebaute Verschlüsselungsalgorithmen, Zugang zum Netzwerk der Angreifer erlangen. Dafür ist ein Hunter mit ausgefallener Bewusstseinsfunktion ideal.

Die Menschen wissen nicht, dass dieser Ausfall nur vorgetäuscht ist, um die Menschen zu infiltrieren und mit falschen Informationen zu versorgen. Die Menschen erhalten nur Zugriff auf eine Simulation des Netzes, die speziell für diesen Einsatz präpariert wurde. Während die IT-Leute G765998TN anschließen und versuchen in das Kommandonetz der 2. Division einzudringen, beobachtet der Nano die Menschen im Lager. Als selbständig denkendes Individuum beschließt G765998TN irgendwann, den Menschen zu helfen. Er deckt den Täuschungsversuch auf, bevor die Kämpfer der Menschen durch die falschen Informationen in eine Falle laufen.

Seine Hilfe ist natürlich nicht unumstritten. Viele Menschen haben Angst davor, dass auch das Überlaufen ein Teil der Undercover-Aktion sein könnte. Aber mit "Gee"s Hilfe kann man in das echte Kommandonetz eindringen. Er hilft bei der Interpretation der Daten und fälscht sogar den Nachrichtenfeed anderer Kundschafter, um den Menschen Vorteile zu verschaffen.

Zur Tarnung nimmt er eine menschliche Form an und kleidet sich entsprechend. Als das Lager angegriffen wird, hilft Gee bei der Verteidigung. Er schaltet mehrere Angreifer permanent aus. Dabei wird er so schwer beschädigt, dass die Selbstreparaturfunktion überfordert ist. Außerdem ist nach dem Kampf sein Energievorrat erschöpft. Er kann nicht an einem Generator des Lagers aufgeladen werden, weil die Schnittstellen zerstört sind. Gee bittet darum, zu einer Servicestation gebracht zu werden. Das verweigert die Führung der Gruppe, weil manche befürchten, dass seine Entscheidung zum Überlaufen bei einer Generalüberholung überschrieben werden könnte. Mit all seinen Informationen über die Menschen wird das als zu großes Sicherheitsrisiko angesehen.

Entgegen der Anordnung der Gruppenführung bringt der IT-Op David Garcia den Nano zu einer abgelegenen Servicestation, um ihn zu "heilen". Gee kehrt tatsächlich eine Woche später zu den Menschen zurück und bringt Pläne eines bevorstehenden Angriffs mit. Wieder stellt sich die Frage, ob man den Informationen vertrauen kann. Garcia kann mithilfe des Servicelogs beweisen, dass Gee seine Reparatur vorzeitig abbrach, um die Menschen zu warnen und damit auch einer Neuprogrammierung entging. Gerade noch rechtzeitig setzt die Führung der Gruppe auf Gees Plan und kann mit seiner Hilfe den Angriff vereiteln.

Gee bleibt bei den Menschen. Er ist an vielen erfolgreichen Aktionen beteiligt. Aber bei Misserfolgen wird trotzdem immer wieder seine Loyalität in Frage gestellt. Eines Tages interpretiert Gee die Status-Updates eines Nano-Kundschafters falsch und übersieht eine Patrouille. Dadurch gerät eine Einsatzgruppe von menschlichen Kämpfern in Gefahr entdeckt zu werden. Gee versucht seinen Fehler wieder gut zu machen indem er die Patrouille ablenkt. Die Nanos, ein Predator (Typ: Nend Plok Evac, Koalitonscode: KNP77 oder Predator-77) und ein Hunter, wie er selbst, halten Gee für einen Menschen. Sie verfolgen und stellen ihn. Beim Kampf entdecken sie seine wahre Natur. Der Hunter der Patrouille weigert sich, gegen Gee zu kämpfen, will sich aber auch nicht gegen den Predator stellen. Der Predator interpretiert dies als Verrat und wendet sich gegen seinen Hunter. Gee versucht noch dem anderen Hunter zu helfen. Vielleicht wären die zwei Hunter dem Predator überlegen gewesen. Aber Gee leidet noch an den Folgen der unvollständigen Reparatur und der andere Hunter ist zu unentschlossen. Der Predator kann schließlich beide zerstören. Die Gruppe der Menschen ist inzwischen in Sicherheit.

Eine Statue von Gee erinnert an den Nano, dem die Menschen so viel zu verdanken haben. Die Statue befindet sich nahe der zentralen Gedenkstätte südlich der Blackstar-Hall. Im ihrem Sockel liegen zwei Kilogramm deaktivierte Naniten von Gee, die sein Freund David Garcia später bergen konnte. Leider sind nicht genügend Informationselemente für eine Verhaltenssimulation – geschweige denn ein Reboot – erhalten geblieben.

2725

Landung auf Mars durch Kisors Truppen.

Kapitulation der Koalitionstruppen auf dem Mars nach acht Monaten.

2726

Entdeckung der planetenumspannenden Lebensform Lem.

Die Entdecker nennen den Planeten, bzw. das Lebewesen, nach dem irdischen Autor Stanislaw Lem, der eine planetenumspannenden Lebensform beschrieben hatte (Solaris).

Frazerio Vinelli verbringt 20 Jahre auf Lem und zeichnete unzählige Aussagen, Darstellungen und Projektionen auf, die sich vor allem mit historischen und aktuellen Vorgängen in allen Teilen der Milchstraße befassen. Lem ist anscheinend in der Lage, beobachtend ohne Zeitverzögerung interstellare Distanzen zu überbrücken, was konventionelle Technik nicht leistet.

2727

Rettung der Überlebenden des Spacedomes durch die Solare Befreiungsfront

Die Solaren Befreiungsfront und Survivalisten durchbrechen die Blockade des Spacedomes und retten die Bewohner. Dabei wird der Spacedome schwer beschädigt.

Ende 2727 gibt Kisor die Blockade des Spacedomes auf. Wenige Monate zuvor ist die Schlacht um die Erde für die Koalition verloren gegangen. Kisor hat die Raumhoheit und bereitet sich darauf vor, große Truppenkontingente zu landen. Durch die Verlagerung des Schwerpunktes zur Erde gewinnen einige Asteroidenbasen ihre Handlungsfreiheit wieder. Einige, vor allem Survivalistenfraktionen, haben sich jahrelang bedeckt gehalten und sind nicht entwaffnet worden. Die Bewohner von Ceres-Südpol überwältigen die kisorische Garnison mithilfe externer Survivalisten. Sie können daraufhin ganz Ceres befreien und gründeten die Solaren Befreiungsfront (SLF). Während Kisor Truppen in Europa landet, gelingt es der Solaren Befreiungsfront weitere kleine Stationen im Asteroidengürtel zu übernehmen. Die meisten dieser Erfolge sind ohne strategische Bedeutung. Sie dienen nur der Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit, denn es handelt sich vor allem um Tankstationen, Rohstoffquellen für Autofabs und Nahrungsmittelproduzenten.

Eine der spektakulärsten Aktionen der Solaren Befreiungsfront ist die Rettung der Überlebenden des Spacedomes. Zu diesem Zeitpunkt gibt es weniger als 31.000 Überlebende und noch etwa 100 Nanokomplexe an den zwei verbleibenden Kommandoknoten. Die kleine Rettungsflotte der SLF kämpft sich durch die kisorischen Wachschiffe. Die verbliebene Wache besteht aus nur vier Fregatten von denen zwei seit dem Kampf um die Erde beschädigt sind. Die SLF verliert einen leichten Zerstörer. Der schwere Kreuzer, das Rückgrat der Flottille, nimmt schweren Schaden.

Der Kampf findet sehr nahe beim Spacedome statt, da die Kisori die Struktur als Ortungsdeckung nutzen. Unglücklicherweise detonieren die Sprengköpfe von Anti-Schiff Röntgenlasern der SLF in 5 km Entfernung vom Polarisbogen des Spacedomes. Der Polarisbogen wird komplett zerstört und angrenzende Sektoren stark beschädigt. Im Spicaabschnitt verlieren dabei 7145 Menschen ihr Leben. Die SLF landet mit schweren Bodentruppen und hält die Nanokomplexe so lange in Schach, bis die Überlebenden in Sicherheit sind. 23.647 Menschen können schließlich gerettet werden.

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