Zeitleiste

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2857

Ausdehnung des kisorischen Einflussbereichs unter der merantischen Diktatur auf umliegende Sonnensysteme.

Daraufhin Proklamation der kisorischen Domäne. Das Ereignis stellt einen Wendepunkt in der kisorischen Politik dar. Zum ersten Mal seit 800 Jahren wird die kisorische Politik offen imperialistisch definiert. Äußerer Grund dieser Entwicklung ist die Notwendigkeit, sich und befreundete Völker vor Neobarbaren zu schützen.

2858

Ermordung von Krell auf Gorman.

Viele Fraktionen rufen eigene Herrscher aus und bekämpfen sich gegenseitig. Das Sklavenimperium eruptiert in Bürgerkriegen.

Nach der Revolution galt das ehemalige Imperium mehrere Jahre als Beispiel für ein friedliches Zusammenleben vieler Völker. Stabilität, Toleranz und Wirtschaftskraft rufen Bewunderung hervor. Sogar die ehemaligen Herren des Imperiums werden friedlich integriert. Die provisorische Regierung bekommt viel Unterstützung von benachbarten Nationen, sowohl politisch, als auch wirtschaftlich. Aber anscheinend war die Stabilität nur dem charismatischen Führer zu verdanken. Nach seinem Tod löst sich der Verbund auf und zieht die Umgebung mit in den Abgrund. Gorman hatte vor allem primitive Völker der Umgebung versklavt. Die Sklaven suchen den Kontakt zu ihren Heimatwelten und scheuen sich nicht, diese zu bewaffnen, um andere Fraktionen und Völker zu bekämpfen. Das industrialisierte Imperium von Gorman wird zu einer Quelle von Hochtechnologie für viele Völker niedriger Entwicklungsstufen und verschärft damit das Neobarbarenproblem. Die gesamte Region geht in Flammen auf.

2859

Konfrontation im Fox-System zwischen Fox II, dem bewohnbaren Planeten und der Föderation im Asteroidengürtel.

Rohstoffembargo gegen den Planeten. Vollständiges Handelsembargo des Planeten gegen das mittlere System.

Zwei Jahre später wird der Durchflug des Asteroidengürtels für Schiffe des inneren Systems gesperrt. Das innere System ist von Energielieferungen abgeschnitten. Die Energiepiraterie nimmt zu und wird teilweise von planetaren Fraktionen unterstützt. Nachdem Vermittlungsversuche scheitern, unternimmt das innere System große Anstrengungen, seine Rohstoff- und Energiebasis umzustellen. Das mittlere System ist vor allem von Luxusgütern abgeschnitten. Rohstoffe für die Lebenserhaltung gewinnt das mittlere System dagegen von den Gasplaneten.

2860

Entdeckung des Deepspace-Grids in drei Lichtwochen Abstand von Sol

Zweck und Herkunft des Grids bleiben trotz intensiver Untersuchung ungeklärt.

Das Deepspace-Grid besteht aus ca. 10^24 Einzelelementen von 500 Mikrometern Größe, die durch jeweils ca. 10 km lange monomolekulare Ketten verwoben sind. Im Mittel hat jedes Element 12 (+/- 3) Verbindungen zu anderen Elementen. Das Grid erstreckt sich über mehrere Lichtstunden parallel und einige Lichtminuten senkrecht zur Ekliptik. Es liegt nahe des solaren Nordpols (88 Grad Nord) in drei Lichtwochen Entfernung in interstellarer Nachbarschaft Sols.

Die meisten Elemente sind oval mit einem rundem Querschnitt und verschiedenen Achsverhältnissen von 1:1 bis zu 1:5. Die Elemente haben im Schnitt 50 jeweils 100 Nanometer große Sockel von denen manche mit monomolekularen Filamenten bestückt sind. 50% der Filamente sind Verbindungen zu anderen Elementen, die übrigen enden nach bis zu 5 km im Raum. Es gibt Hinweise, dass sich die Verbindungen dynamisch bilden und auflösen.

Man vermutet, dass das Grid ein Konstrukt einer fortgeschrittenen Zivilisation ist. Aufgrund der Orientierung des Grids wird angenommen, dass es der Beobachtung des Sol-Systems dient. Die Untersuchung der Komponenten bringt aber keine konkreten Anhaltspunkte. Es ist nicht bekannt, ob das Grid seine (unbekannte) Funktion allein erfüllt, oder ob es nur ein Teil eines größeren Systems ist. Neueste Messungen zeigen einen Neutrino-fokussierenden Effekt mit einer Brennweite zwischen fünf und 80 Lichttagen. Dies deutet darauf hin, dass das Grid möglicherweise eine Energielinse aufspannt, die durch ihre Größe für ein hypothetisches, bildgebendes Verfahren eine phantastische Auflösung der Vorgänge im Sol-System liefern könnte

Das Deepspace-Grid wird im Jahr 2860 nur durch Zufall im Zusammenhang mit einer Raumschiffhavarie entdeckt. Eine private Yacht driftet im interstellaren Raum, drei Lichtwochen über dem solaren Nordpol mit 300 km/s in das bis dahin unbekannte Grid. Das Schiff kollidiert mit den Filamenten. Das Grid nimmt die kinetische Energie des Schiffs auf und bremst es ab mit je nach Zahl und Spannung der Filamente wechselnden Kräften. Nach drei Stunden mit bis zu 4g ohne Kompensation kommt die Yacht im Leerraum zum Stillstand. Die Insassen überleben den Vorfall, sind aber schwer verletzt. Auch das Schiff nimmt so schweren Schaden, dass es das Grid nicht aus eigener Kraft verlassen kann.

Nachdem das Schiff zwei Tage überfällig ist, wird von der solaren Flugsicherung eine Rettungsmission ausgesandt. Vier Tage nach der Havarie nimmt die Streife aus zwei Lichtstunden Entfernung Kontakt zur KI der Yacht auf. So gewarnt können die Retter den gleichen Fehler vermeiden. Nach zwei weiteren Tagen in langsamer Fahrt kann die Besatzung des havarierten Schiffes geborgen werden.

2862

Erneuter Überfall eines Dellianerstammes auf das Solsystem.

Die Angreifer zerstören Teile der neuen Befestigungen und Fernwaffen. Sie dringen bis zum Mars vor und plündern im Mars-Orbitalring. Verluste von ca. 80.000 Menschenleben (15.000 permanent) und gewaltiger Schaden am Marsring.

Der Angriff war anscheinend gut vorbereitet, denn Verteidigungsanlagen wurden durch Kommandounternehmen sabotiert. Untersuchungen zeigen später, dass dellianische Agenten sogar schon Monate vorher als Touristen kamen. Im Solsystem sind zu jeder Zeit Millionen Fremde als Touristen, Einwanderer, Arbeiter oder Geschäftsleute unterwegs. Die militärische Sicherheit wurde offensichtlich vernachlässigt. Das gleiche gilt für die Verteidigungsflotte. Die Koalition ist selbst zersplittert, da die Nationen der Erde sehr weitgehende Autonomie genießen. Die Koalitionsflotte war einst eine mächtige Streitmacht wieder aufgebaut aus den Ruinen des Kisorkriegs. Sie wurde während der Friedenszeit immer weiter reduziert und besteht nur noch aus wenigen alten Einheiten. Seit langer Zeit werden die gut bezahlten und ruhigen Posten der Flotte als Belohnungen vergeben. Das Personal der Koalitionsflotte klammert sich an die ruhmreiche Vergangenheit, ist aber in vielen Fällen inkompetent und untrainiert. Der Überfall wenige Jahre zuvor hatte noch geringe Auswirkungen auf die öffentliche Meinung, da er sich nur in den Randbereichen abspielte. Das aktuelle Ereignis aber trifft ein Zentrum der solaren Zivilisation. Die Katastrophe beendet die Goodwill-Kampagne und löst hektische, aber unkoordinierte Verteidigungsanstrengungen aus.

2863

Pferdekopfallianz.

Eine Gruppe von Menschenplaneten in Richtung des Pferdekopfnebels von der Erde aus gesehen verbündet sich mit anderen Völkern zur gemeinsamen Abwehr. Dazu gehören auch die Drei Königreiche und Grenzgebiete zu Yalung.

2864

Übergriffe von leccianischen Söldnern auf Cobol abgewehrt.

Die Leccianer wenden sich gegen Valerius und beschädigen die interplanetare Zivilisation schwer. Die Koalitionsflotte, die ausgerückt war, um Cobol zu Hilfe zu kommen, erleidet eine schwere Niederlage bei Valerius.

2866

Der Fernhandel geht stark zurück, da die Handelsrouten unsicher werden.

Konflikte zwischen Erui, die ihre Eroberungen verteidigen und Leccianern im Sektor des Solsystems. In Richtung Kisor sind vermehrt Lochnagar und andere Auchentosanerstämme aktiv. Erui haben in 40 Jahren einen ausgedehnten Bereich des ehemaligen Interianischen Imperiums erobert. Sie halten die Gebiete aber nicht dauerhaft, sondern werden immer wieder von anderen Völkern vertrieben und ziehen dann weiter. Dem Gnumanti-Erui Fürst Phem Taize gelingt es zeitweise, die Fürstentümer zu einen. Damit entsteht eine Macht in besorgniserregender Nähe zum Solsystem. Die Fürstentümer sind weiterhin mobil, bewegen sich aber seit der Ausrufung von Fürst Taize zum Flottenführer koordiniert. Etwa ein Zehntel der zur menschlichen Sphäre gerechneten Planeten hatte in den letzten 40 Jahren eine Erui-Herrschaft zu erleiden.

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