Zeitleiste

<< vorher
3195

Erst erfolgreiche Schläge gegen die Chinti-Domäne.

3201

Akari I., die Präsidentin der Reshumanis im Solsystem wird zur Präsidentin der Reshumanis-Allianz gewählt.

Akari I. wird damit zur Vorsitzenden des Exekutivrats der interstellaren Reshumanis-Allianz. Mit der Rolle ist keine Regierungsfunktion bei den Mitgliedern verbunden. Die Mitglieder bleiben selbständig. Trotzdem wird die Wahl bei den meisten Mitgliedern ratifiziert in den gewählten Volksvertretungen, in stochastischen Erhebungen, durch Referenden oder durch positive Analysen von gesetzgebenden Infostrategen.

3203

Chinti-Krieg.

Bis 3325 viele Kampagnen und Gegenkampagnen zwischen Reshumanis und Chinti. Aufbau von ballistischen Schilden und Tiefraumsperren in allen größeren Bevölkerungszentren der Allianz.

3214

Bündelung der Verteidigung in der inneren Sphäre.

Die beweglichen Streitkräfte der Reshumanis-Mitglieder werden einem gemeinsamen Oberkommando unterstellt.

3235

Reform der Streitkräfte.

Die Flotte der Reshumanis-Allianz erhält einen transstellaren Haushalt in den alle Mitglieder entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit einzahlen.

3251

Akari I. stirbt überraschend. Inauguration von Akari II. Bio-Axiom.

Staatstrauer in der Allianz. Die Tochter der Präsidentin, Isabella Akari Inghana-Shawnee, mit 96 Jahren eine der jüngsten Flottenadmiräle und zu dieser Zeit kommandierender Offizier der 83. Heimatschutzflotte im Asgard-System, folgt ihr als Reshumanis Präsidentin (Sol und Allianz).

Der Tag der Inauguration wird zum allianzweiten Feiertag.

Gerüchten zufolge steht Akaris plötzlicher Tod im Zusammenhang mit einer Chinti-Geheimoperation. Danach war Akari I. kompromittiert durch biologische Manipulator-Sonden. Durch die Kollision ihres Schiffes mit einem Kuipergürtel-Objekt tötet sie sich selbst (und die Besatzung), um zu verhindern, dass ihre Entscheidungen von den Chinti-Sonden kontrolliert werden. Sie wird nicht reaktiviert, da nicht bekannt ist, wann die Infektion stattfand und Backups möglicherweise auch betroffen sind.

Nach offizieller Darstellung war sie unterwegs auf einer Inspektionsreise. Sie traf dabei auf ein Schwarmschiff und verhinderte durch ihren persönlichen Einsatz die Neutralisierung wichtiger Verteidigungsanlagen.

Eine Reaktivierung als Android, Mech oder Avatar hatte die Präsidentin ausgeschlossen. Zitat: "Menschen sollen nicht von Robotern regiert werden". Seitdem gilt das sogenannte Bio-Axiom. Obwohl nie als formales Gesetz beschlossen, hat der Grundsatz lange Bestand. Er wird später sogar ausgeweitet auf das Kabinett, Berater und leitende Beamte. Mit hohen Ämtern ist der Verzicht auf Reaktivierung verbunden.

Auch eine Reaktivierung mit Amtsverzicht ist tabu. Manche Regierungen und Einzelpersonen sind sehr lange im Amt, oft Jahrzehnte oder Jahrhunderte. Ihre Beziehungsnetzwerke wachsen im Lauf der Zeit durch lange Vertrautheit, gemeinsame Krisenbewältigung, gegenseitige Gefälligkeiten und Abhängigkeiten. Man will verhindern, dass diese Personen nach dem offiziellen Amtsverzicht Schattenregierungen bilden und weiter Einfluss ausüben. Wer regieren will, muss auf ein ewiges Leben verzichten, zumindest in der realen Welt. Eine Simulation in der virtuellen Sphäre ohne Realwelt-Kontakt ist davon ausgenommen. Das ist trotzdem ein signifikantes Opfer in einer Zivilisation der das Konzept eines permanenten Todes fremd ist. Aber auch die originalen biologischen Körper haben eine Lebenserwartung von Jahrhunderten und die Grenzen von medizinischer Hilfe, prothetischer Aufrüstung und vollständigen Mechs sind fließend.

3258

Reshumanis-Finanzreform. Zentralisierung der Haushalte.

Die Finanzverwaltungen der Reshumanis-Mitglieder werden zu Filialen der Reshumanis-Finanzkammer von Cobol.

3260

Erfolgreicher Schlag gegen ein Chinti-Schwarmherz System.

Nukleare Bombardierung von Himmelskörpern und interplanetaren Einrichtungen. Da kinetische Schläge völlig ausreichen, um Planeten zu sterilisieren ist der Einsatz von Fusions- und Antimateriesprengköpfe ungewöhnlich. Aber die Führung der Reshumanis-Flotte wollte vermeiden, dass die tief eingegrabenen Anlagen der Chinti einen kinetischen Angriff überstehen könnten.

3280

Kolonialplaneten treten Reshumanis bei.

3300

Begriffsveränderung: Reshumanis wird zum Synonym für das Imperium der Menschen.

Seit über 100 Jahren befindet sich die Allianz der Menschenwelten im Konflikt mit der Chinti-Domäne. Reshumanis hat die Verteidigungsanstrengungen gebündelt, die Systeme gesichert und bedeutende Erfolge gegen Chinti-Schwärme und Schwarmherzen erzielt. Reshumanis ist die interstellare Organisation, die hunderten Milliarden Sophonten der menschlichen Sphäre Sicherheit gibt.

An der Spitze steht Akari II., Präsidentin von Reshumanis im Solsystem, Beschützerin des Solsystems, Präsidentin der Cobol-Föderation, Oberkommandierende der Reshumanis-Streitkräfte, per Referendum bestätigte und von allen Mitgliedern gewählte ständige Präsidentin des interstellaren Exekutivrats.

Der Begriff Reshumanis war angelehnt an das lateinische res publica (wörtlich "öffentliche Sache", speziell "Gemeinwesen"). Reshumanis bezeichnete die "Sache der Menschen". Tatsächlich war Reshumanis nie eine Republik. Reshumanis wurde gegründet als militärische Allianz von Menschenwelten und war wiedererstanden als Identifikationsmerkmal für alle von Menschen besiedelten Systeme der inneren Sphäre während der Rückeroberung des Solsystems.

Als im Solsystem nach der Dellianer-Besatzung die staatlichen Strukturen wiederhergestellt wurden, wählte Akari I. den Namen der interstellaren Reshumanis-Allianz auch für die Organisation des Solsystems. Sie grenzte die neue Regierung damit bewusst ab von den Vorläufern im Solsystem, der United Planets (UPO) und der solaren Koalition. Sie verwendete den Namen unter dem das Solsystem befreit wurde. Reshumanis war schon damals ein Ideal der Freiheit. Wieder 130 Jahre später, nach einem langen schweren Krieg in dem nur die Reshumanis-Allianz zwischen der Menschheit und dem Untergang steht, verspricht der Begriff Sicherheit.

Hunderte Milliarden Menschen – inklusive Genmods, Transhumane, Mashups und Infosophonten, ob Bios, Mechs oder Hybride – verwenden den Begriff als ob sie "unser Imperium" sagen würden. Reshumanis ist ihr Staat, ihre Heimat. Und Akari II. ist ihre Beschützerin.

Umgangssprachlich wird statt "Präsident" inzwischen auch der Begriff "Beschützer" benutzt. Der Titel stammt ursprünglich von den barbarischen Fremdherrschern des Solsystems. Aber für mehrere Generationen bezeichnete er die oberste Autorität für die Milliarden Sophonten eines ganzen Sonnensystems. Akari I. übernahm den Titel, um auszudrücken, dass mit ihrem Amtsantritt als Präsidentin nun die Menschen wieder sich selbst regieren. Der Titel Beschützer gilt formal nur im Solsystem. Aber Akari II. wird auch in anderen Systemen als Beschützer bezeichnet. Inzwischen ist sie informell Beschützer der Menschheit.

Sie ist damit in den Augen (und Optiken) der Menschen die oberste Autorität der menschlichen Sphäre, mit anderen Worten: die Imperatorin.

Neben dem Imperiumsbegriff haben sich auch andere Bedeutungen gewandelt. "Präsident" wurde zum Synonym für einen Herrscher, den man früher König genannt hätte. "Senatoren" bezeichnet eher Angehörige reicher Familienclans, als gewählte Volksvertreter. "Berater" sind hohe Würdenträger mit Einfluss auf die Regierungsgeschäfte und oft ressortübergreifenden Vollmachten. Die Posten der "Minister", früher die leitenden Mitglieder der Regierung mit Kabinettsrang, werden mit Beamten besetzt. Zum Beispiel sind die "Innenminister" die Chefs der diversen zivilen Polizeieinheiten. Der Berater für Inneres (Consultant of the Interior) leitet die übergeordnete Behörde und der oberste Strategieberater (Chief Consultant of General Strategy) bildet mit anderen "Chefberatern" die Regierung des "Präsidenten".

weiter >>