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2873 Entdeckung der Supra-Zone.

Die Supra-Zone ist ein ca. 200 Millionen km großer Bereich im interstellaren Leerraum, in dem die Vakuumlichtgeschwindigkeit variiert (750 Lichtjahre entfernt vom Solsystem).

In einigen Teilen der Supra-Zone ist die Lichtgeschwindigkeit um bis zu 30% höher. Durch Ausnutzung der Verhältnisse in der Supra-Zone können Materialien mit besonderen Eigenschaften hergestellt werden. Die Supra-Zone ist deshalb sehr wertvoll und schnell zwischen den umliegenden Machtbereichen umstritten.

Da sich die Supra-Zone im interstellaren Raum befindet, erheben viele Mächte Anspruch:

- die Ter, deren Sonnensystem am nächsten liegt,

- ein mobiles interspezielles Tera-Habitat namens "Lichtburg", das tatsächlich zufällig in nur drei Lichtwochen Entfernung an einem Einzelgängerplaneten verankert ist,

- Askon,

- Marui,

- die Edar-Föderation,

- das Melfiden-Konglomerat aus der näheren Umgebung,

- Marui-Son, eine alte Marui Kolonie, von wo ein Schiff als erstes Naherkundung durchgeführt hatte,

- Triamant, ein V-Cluster, der als erster eine physische Präsenz direkt an der Supra-Zone etablierte,

- 14 verschiedene k'tkik'tkup't Kollektivwesen,

- 281 Personen von Interia,

- ein paar tausend Clans von Artu

- ca. 300 Milliarden Individuen von Yemaya, die sich alle als - nach interstellarem Recht - souveräner Staat betrachten,

- die irdische Kolonie Dewa, da astronomischen Messungen von dort erste Hinweise gegeben hatten,

- die solare Koalition, die sich als Dachorganisation irdischer Kolonien betrachtet und den Anspruch von Dewa schützen will,

- Kisor und

- mehrere Chinti-Schwärme aus jeweils ca. 200 Lichtjahren Entfernung,

- Mansalu ist zwar mehr als 800 Lichtjahre entfernt, will die Supra-Zone aber aufgrund ihrer wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung zum Wohle aller Völker sichern.

2874 Gründung der Reshumana.

Auch Homai Komunumo, Ren Shequ, Logon Samudaay, Communauté de l'Humanité. Eine Allianz solarer Völker unter weitgehender Beteiligung des Solsystems. Die Organisation koordiniert die Auseinandersetzung zwischen den Welten der Menschen und den Kisor Zwillingen.

2875 Wirtschaftsaufschwung im Solsystem.

Der Aufschwung wird getragen durch den Schiffbau zur Unterstützung der Ifri-Allianz.

2882 Kisor konzentriert starke Kräfte auf das Solsystem.

Erste Kriegsschäden an solarer Infrastruktur.

2885 Materialschlachten in den äußeren Systemen von Kisor und Sol.

Beide Seiten versuchen, die Verteidigung des Gegners zu schwächen. Kampagnen mit großem Materialeinsatz und hohen Verlusten. Schäden an kriegswichtigen Einrichtungen, Rohstoffgewinnung, -verarbeitung und Produktion auf beiden Seiten.

Die Ifri-Allianz und das Solsystem stützen sich im Konflikt mit Kisor stark auf leccianische Söldner.

2890 Solares Bevölkerungsmaximum bei 37 Milliarden.

Nach dem drastischen Rückgang am Ende des dritten Jahrtausends dauert es über 1000 Jahre, bis der gleiche Stand wieder erreicht wird.

2895 Militärisches Patt zwischen der Reshumana-Allianz und Kisor.

Ein Großteil der kriegswichtigen Infrastruktur ist beschädigt oder zerstört. Aber die verteilten ballistischen Abwehreinrichtungen sind weiterhin funktionsfähig. Nur selten gelingt es Schläge gegen die inneren Systeme zu führen.

2899 Putsch der Leccianer im Solsystem.

Die leccianischen Söldner im Solsystem ordnen sich den Rog-Ozar Leccianern unter. Wenig später besetzen Leccianer verschiedener Stämme zentrale Verteidigungseinrichtungen und die Orbits der inneren Planeten. Ultimatum an die Menschen und Kapitulation der Menschen.

Beginn der Leccianer-Herrschaft im Solsystem. Gewaltsame Inbesitznahme von Habitaten, Orbitalen und planetaren Regionen. Mikrobiologische Reinigungen. Die solare Wirtschaft bricht zusammen. Die Versorgungslage ist dramatisch. Signifikanter Bevölkerungsverlust über mehrere Jahre. Weitreichender Verlust von Daten, Backups und Infosophonten.

2903 Die Führung der Rog-Ozar etabliert sich im Solsystem.

Venus-Orbitale werden zum Hauptsitz der Rog-Ozar Leccianer. Die Erde wird isoliert. Startschleifen und elektromagnetische Katapulte werden stillgelegt oder streng kontrolliert, um den freien Austausch zwischen Oberfläche und Orbit zu unterbinden.

2906 Das Solsystem wird zum heiligen System der Rog-Ozar erhoben.

Zusätzlicher Machtgewinn für die Rog-Ozar durch reputationsbasierte Unterwerfung anderer Stämme. Der Leccianer Oo'knor ernennt sich zum Beschützer des Solsystems.

2910 Angriff Kisors auf das Solsystem abgewehrt durch die vereinigten Leccianerstämme.

Die Rog-Ozar schwören Rache für den Angriff auf ihr sakrales Zentrum.

2912 Belagerung des Kisor Systems durch Leccianer von Sol.

Kontinuierliche Erosion der ballistischen Abwehr Kisors durch Saturierung. Die Leccianer mobilisieren sehr große Kräfte durch den Einsatz temporärer Verbündeter und durch Söldner anderer Völker.

2915 Überlichtfähige Belagerungskanone.

Überlichtfähige Belagerungskanone. Im Einsatz gegen Kisor.

Eine Belagerungskanone mit eigenem Überlichtantrieb für den Einsatz bei großangelegten Offensivoperationen in fernen Sternensystemen.

Die elektronmagnetische Kanone eines Großkampfschiffes wurde für eine überlichtfähige Plattform in Fregattengröße adaptiert. Das Schiff erhielt außerdem eine eigene Punktverteidigung für den Nahbereich, die vor allem während des aktiven Schussbetriebs Gegenfeuer abwehren sollte. Trotzdem musste sich die Railgun für längere Operationen auf den Raketenschirm einer Flotte verlassen. Die Überlichtschale wurde vor dem operativen Betrieb abgekoppelt, da schon kleine Beschädigungen der empfindlichen Konverterpole das Schiff bewegungsunfähig gemacht hätten. Darüber hinaus brauchten die Stabilisierungstriebwerke der Kanone freie Bahn, um den Impuls der Railgun zu kompensieren. Die Hauptfusionstriebwerke wurden normalerweise nur benutzt, um einen gewissen Abstand zwischen die abgetrennte Überlichtschale und die Schussposition zu bringen. Damit sollten die Überlichtkomponenten geschützt werden vor feindlichem Feuer und vor Kollateralschäden, die oft bei großen Flottenaktionen auftreten. Nach dem Verlust mehrerer Schwesterschiffe durch Raketenbeschuss aus einem toten Winkel der Punktverteidigung wurde eine zusätzliche Schnellfeuerkanone im rückwärtigen Bereich in der Nähe des Überlicht-Andockrings installiert. Das abgebildete Schiff trug außerdem mehrere Antischiffsraketen, nachdem es vorübergehend zum Begleitdienst umgerüstet worden wurde, obwohl die schwere Railgun im Nahkampf nur nutzloser Ballast war.

Die Überlichtplattform war Ende des 29. Jahrhunderts während des Aufbaus zum 2. Sol-Kisor-Krieg als Fregatte für den integrierten Raketenschirm einer Offensivflotte gebaut worden. Nach der Umwandlung in eine Großkanone wurde sie ab 2912 im Rahmen der Kampagne zur Heiligen Erlösung bei der Belagerung der Kisor-Zwillinge eingesetzt. Das war, nachdem das Sol-System von Rog-Ozar übernommen und zum Ort der Wiedererscheinung erklärt worden war und nachdem Kisor das Sol-System in der Folge des 2899 Putsches angegriffen und sich damit überhaupt erst den Zorn der Rog-Ozar zugezogen hatte.

Die abgekoppelte Überlichtschale wurde 2915 bei einem Überraschungsangriff auf den Nachschubbereich der solaren Flotte im äußeren Kisor-System zerstört. Dieser Angriff, bekannt als die Streustrahl-Katastrophe, warf die gesamte Belagerung um mindestens 5 Jahre zurück. Das Schiff verbrachte danach ein Jahr im Unterlichtmodus, um zumindest einen gewissen Druck auf die Verteidiger aufrechtzuerhalten. Während dieser Zeit wechselte es die Position nur mit dem Fusionsantrieb.

Die Fregatte, die zur Belagerungskanone geworden war, wurde schließlich von einer der Milliarden automatischer Säuberungsdrohnen zerstört, für die sie ohne Überlichtantrieb ein leichtes Ziel war. Die Säuberungsdrohne hatte aber auch Glück, das Schiff in einer Phase zu entdecken, in der die Verteidigungsmunition weitgehend erschöpft war und der Nachschub noch auf sich warten ließ. Andererseits, hätte wahrscheinlich eine getarnte Langstreckenrakete das Schiff sowieso bald erwischt, nachdem die Position bekannt war.

Die Fregatte war ursprünglich für einen Überlichtfaktor von 2500 konzipiert. Im realen Einatz erreichte sie in der Fregattenkonfiguration allerdings nur 2200. Während des Umbaus zur Belagerungskanone wurde einer der Überlichtgeneratoren gegen einen zusätzlichen Reaktorkern zur Versorgung der Kanone getauscht. Dadurch reduzierte sich der Überlichtfaktor auf 1100. Später sank die virtuelle Geschwindigkeit wegen schlechter Abstimmung und Wartung auf 800, was beim Einsatz von 2912 eine Reisezeit von 2 Monaten bedeutete.

4 Personen Besatzung:

- Kommando, Kommunikation, taktische Situation,

- Technik, Schiffsbetrieb, Energie, Fusions- und Überlichtantrieb,

- Zielerfassung und -abstimmung, ECM, ECCM,

- Railgun-Technik und Betrieb,

Die Besatzung wurde unterstützt durch zahllose KI und Reparaturbots, manche auf simulierten Bewusstseinsniveau.

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